Tasmanien – Reiseblog https://robertbraxein.de/blog Oh my god, i've never been so far away from home Fri, 18 May 2018 21:04:23 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.5.3 Tasmanien II https://robertbraxein.de/blog/2018/05/18/tasmanien-ii/ https://robertbraxein.de/blog/2018/05/18/tasmanien-ii/#respond Fri, 18 May 2018 21:04:23 +0000 https://robertbraxein.de/blog/?p=1011 „Tasmanien II“ weiterlesen]]> (Immernoch) ca. 12.03. – 27.03.:

Nach dem Narawntapu National Park mit den vielen Tieren sollte eigentlich der Höhepunkt Tassies folgen: Cradle Mountain! Aber die Wettervorhersage war kalt und regnerisch und so habe ich mich entschieden etwas anderes zuerst zu machen. Natürlich war es dann am Ende ein wunderschöner Tag mit meistens Sonne und kein Regen… Ich habe trotzdem zwei riesige Höhlen besucht und diese in geführten Touren angesehen. (Marakoopa Cave & King Solomon Cave) Es geht einige 100m tief und weit in den Untergrund und ist den verschiedensten Stalaktiten und Stalagmiten und Jahrmillionen alter Kalkformationen sehr beeindruckend.

Am nächsten Tag ging es dann endlich in den Cradle Mountain National Park. Das Gebiet ist sehr abgelegen, bietet jedoch gerade deswegen einzigartige Flora und Fauna. Und damit auch lustige Tiere: Wombats und Tasmanische Teufel zum Beispiel. Die gibt es zwar auch anderswo, aber in diesem großen Nationalpark gibt es große Populationen. In freier Wildbahn habe ich den Tasmanischen Teufel leider nicht gesehen, daher habe ich nachts zur Fütterungszeit eine Aufzuchtstation besucht. Es sind fleischfressende Beuteltiere, die etwa so groß wie eine Katze, aber etwas stämmiger sind. Teufel deshalb, weil sie fürchterlich brüllen können und ihre Ohren können wohl rot werden, wenn sie sauer sind (hab ich nicht beobachtet). Wombats habe ich einige gesehen, aber immer nur kurz oder im dunkeln, so dass ich keine Fotos habe. Der Cradle Mountain ist ein sehr zackiger Gebirgskamm, etwa 1500m hoch, den man auch besteigen kann – Ich bin nur bis kurz davor gewandert. Es ist vor allem ein Postkartenmotiv und sieht wirklich schön aus. Es gibt in diesem Tal viele Seen und einige Wanderwege zum erkunden. Außerdem startet der „Overland Track“ hier. Das ist ähnlich wie in NZ die „Great Walks“ ein Mehrtägiger Wanderweg, den man in etwa 5-6 Tagen mit Übernachtungen in Berghütten entlang wandert.

Es war kalt in den Nächten und im Auto… *brr* Das lag einerseits an den Bergen und der Höhe und andererseits an der Wetterlage, die kalte Luft von Süden heranbrachte. Ich bin weitergefahren gegen den Uhrzeigersinn auf der Insel nach Queenstown. Von hier hätte man historische Eisenbahnfahrten und Bootsfahrten auf dem Fjord machen können. Fand ich nicht so spannend. Ich bin weiter die einsamste Straße Tasmaniens gefahren bis nach Lake St. Clair. Das ist der südliche Teil des Nationalparks „Cradle Mountain/Lake St. Clair“ und hier endet auch der Overland Track. Ich bin hier die letzten 4 Stunden des Tracks testgelaufen und: Es scheint ein netter, abwechslungsreicher Track zu sein! Auch die Gegend und den See ST. Clair war sehr schön.

Der letzte Nationalpark vor Hobart war „Mount Fields NP“. Viele Wasserfälle und beinahe unberührter Regenwald mit Baumfarnen und sehr hohen Bäumen, die verwandt mit den Kalifornischen Mammutbäumen sind. Dass sich überall Wallabys und andere Kängurus tummelten, habe ich gar nicht erwähnt, weil es schon fast normal wurde. Auch Vögel gibt es jede Menge – es ist fast wie Neuseeland.

Für die letzten zwei Tage bin ich dann nach Hobart und in ein nettes kleines Hostel (Montacute Hostel – sehr gut gelegen und sehr gut. Empfehlung noch von Emily vor vielen Monaten). Ich habe mir die Stadt angesehen und habe einen Tagesausflug auf den Mount Wellington gemacht. Letzteres war eine schöne Wanderung, aber aufgrund von einer Wegsperrung und Umweg, doch ein bisschen anstrengend. Es gab oben einen tollen Blick auf die Stadt und das Umland. Das Auto (ca. 1200km diesmal) hatte ich schon vor dem Hobart Aufenthalt abgegeben und dann ging es auch schon wieder zum Flughafen und zurück nach Melbourne (die „Great Ocean Road“ wollte ich noch mitnehmen)…

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Tasmanien I https://robertbraxein.de/blog/2018/05/05/tasmanien-i/ https://robertbraxein.de/blog/2018/05/05/tasmanien-i/#comments Sat, 05 May 2018 02:08:57 +0000 https://robertbraxein.de/blog/?p=974 „Tasmanien I“ weiterlesen]]> 12.03. – 27.03.:
Tja, Australien ist riesengroß und ich hatte nicht so viel Zeit geplant, wie für Neuseeland. Also musste ich mich entscheiden, was ich sehen wollte. Viele Freunde haben mir die Westküste (Perth und aufwärts bis Broome und Darwin) schwerstens ans Herz gelegt… Ich habe mich aber dagegen entschieden und hatte dadurch mehr Zeit für den Südwesten Australiens. (Die Westküste kann man ja jederzeit nachholen… Wer kommt mit? 🙂 )

Und damit hatte ich mich auch für Tasmanien entschieden! Klingt gut, oder? Mit dem Flieger von Melbourne nach Hobart (größte Stadt) ist man eine gute Stunde unterwegs. Und schon ist man auf der großen/kleinen Insel südlich von Australien. In den Anfangsjahren der europäischen Besiedlung „Tassies“ (früher Van-Diemens-Land) wurde die Insel hauptsächlich als Strafgefangenenlager benutzt, die tasmanischen Aborigines wurden dabei ausgerottet und Mitte des letzten Jahrhunderts wurde auch beinahe die einzigartige Flora und Fauna durch Abholzung, Bergbau und Wasserkraftwerke zerstört. Tatsächlich entstand in Tasmanien die erste Grüne Partei der Welt, die ab den 70er Jahren einiges verhindern und bewahren konnte. 40% der Insel sind aktuell geschützt, und zum großen Teil UNESCO-Weltkulturerbe. Ich schreibe schon wieder viel zu viel… Aber der durchschnittliche Leser dieses Blogs kennt Tasmanien ja wahrscheinlich nicht…

Ich habe mir direkt am Flughafen einen Toyota HiTop (Firma Apollo) gemietet, und konnte nach kurzer Einweisung los düsen. Leider war ich zu der Zeit erkältet und der Flug hat das ganze enorm verschlechtert -> Der Druckausgleich im Ohr hat erst nach 4-5 Stunden einigermaßen geklappt. Ich bin dennoch losgefahren. Richtig gründlich vorbereitet hatte ich mich mal wieder nicht. Spontan kam mir ein Roadtrip Anti-Clockwise sehr weise vor. Im nach hinein eine gute Entscheidung, denn durch meine Erkältung hätte ich die tollen Orte im Westen/Nordwesten von Hobart am Anfang gar nicht so richtig genießen können.

Als erstes kamen einige Inseln und Halbinseln mit beeindruckender Steilfelsküste. Auch baden, surfen und wandern kann man dort fantastisch. Jedoch war das Wetter wechselhaft und ich war kränklich. Ich hab mir das meiste angesehen aber nicht wirklich genossen. In Triabunna habe ich zwei Tage auf de Campingplatz verbracht und mich einigermaßen gesund gepflegt. (Viel Tee und Schleimlöser) Ganz cool daran war, dass es am zweiten Abend Dorfkino gab: 5,- AUD, im Gemeindezentrum, der Film „Wonder“ wurde gezeigt. Eine sehr familiäre Atmosphäre, aber ich war hochwillkommen – ich glaub ich war der einzige „Ausländer“. Eine schöne Erfahrung, die ich ohne Krankheits-Verzögerung wahrscheinlich verpasst hätte. Den Film kann ich ebenfalls empfehlen (Julia Roberts, Owen Wilson und ein kleiner Junge mit Astronautenhelm). Kann man auch prima mit Kindern gucken.

Langsam immer fitter werdend bin ich weiter die Ostküste hochgefahren und habe unter anderem Wineglass-Bay und Bay of Fires besucht. Bei besserer Gesundheit und tollerem Wetter kann man den schönsten Strand der Welt (Wineglass-Bay) und den Freycinet-Nationalpark bestimmt mehr genießen. Ich habe immerhin mein erstes Wallaby (kleine Känguru-Art) und meinen ersten Echidna (Ameisenigel) gesehen.

Nach einem tollen Abend mit grandiosem Sonnenuntergang in der Nähe der Bay of Fires (rötliche Steine und lange, schöne Sandstrände) regnete es knapp 2 Tage durchgehend. Ich bin ein großes Stück Auto gefahren und konnte einen dänischen Anhalter, der nur mit einem Zelt und Rucksack unterwegs war und im Regen stand, bis Launceston mit nehmen. In der Nähe habe ich das „Platypus House“ in „Beauty Point“ (der Ort heißt so) besucht, wo es das Schnabeltier und den Ameisenigel zu bestaunen gab. Sehr zu empfehlen, da man Platypus/Schnabeltier in der freien Wildbahn sehr schwer findet (nachtaktiv, sehr klein und im Wasser zuhause). Es handelt sich bei beiden Tieren um Säugetiere, die Eier legen und auch ansonsten sind sie sehr speziell.

Jetzt war meine Erkältung so gut wie weg und ich war im Narawntapu National Park ganz im Norden von Tasmanien. Sehr viele Kängurus, Papageien und endlich mal wieder eine sehr giftige Schlange beim umherwandern gesehen (Lowland Copperhead Snake). Ich hab dort die Nacht im National Park Campingplatz verbracht: Einfach aber schön und die Tiere kommen bis ans Auto gehoppelt!

Da das jetzt doch sehr umfangreich wird, mache ich an dieser Stelle zwei Beiträge aus dem einen großen. Den zweiten gibts dann nach dem Wochenende!

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