Hiking – Reiseblog https://robertbraxein.de/blog Oh my god, i've never been so far away from home Wed, 30 May 2018 13:52:53 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.5.3 Grampians https://robertbraxein.de/blog/2018/05/30/grampians/ https://robertbraxein.de/blog/2018/05/30/grampians/#comments Wed, 30 May 2018 13:52:53 +0000 https://robertbraxein.de/blog/?p=1095 „Grampians“ weiterlesen]]> 05.04. – 08.04.:
Mein Australien Aufenthalt war ja komplett ungeplant und so auch das Ende. Ich wusste mittlerweile dass mein Flug am 08.04. um ~20 Uhr via Santiago de Chile (4 Tage Aufenthalt) nach Quito gehen würde. Über den Grampians National Park hatte ich schon mehrmals gelesen und auch über das YHA in dem Ort, welches die allerbesten Bewertungen hatte. Für weiter weg fliegen oder fahren fehlte mittlerweile Zeit. Es sollte eine sehr gute der kurzfristigen Entscheidungen werden. 🙂

Zuerst aber: Es gingen Züge und Busse von Melbourne nach „Halls Gap“ (der Hauptort im National Park, ~300 Einwohner). Also ausgecheckt in Melbourne und zum Bahnhof gelaufen. Leider das (sehr) kleingedruckte nicht gelesen: Die Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es nur zweimal in der Woche! Dienstags und Freitags! Ich hab schon überlegt einen Teil mit dem Zug zu fahren und dann ein Taxi zu nehmen oder ähnliches. Dann hab ich mich spontan entschieden, schon wieder ein Auto zu mieten und zwar direkt am Flughafen, damit ich es kurz vor dem Flug auch wieder dort abgeben kann. War auch im nach hinein die beste Lösung. Merke: In Australien mal zu versuchen aufs Auto zu verzichten ist fast unmöglich… Außerdem hatte ich einen super Preis und d so kurzfristig einen Golf (Modell 5, 6, 7? ich kenn mich nicht mehr aus – war ziemlich neu)

Die Grampians sind ein kleiner Gebirgszug im Nordwesten von Victoria und ein beliebtes Touristenziel vor allem zum Klettern, aber auch wandern und Natur genießen. Es gibt viele Wasserfälle und Aussichtspunkte und jede Menge Kängurus und anderes Getier.Das Hostel war wirklich grandios: Tolle große Küche, viele große Sofas zum rumhängen, bequeme Betten und ruhige Zimmergenossen, einen Kräutergarten und kostenlose Eier von freilaufenden Hühnern (die zum Teil die Bioreste der Gäste bekommen). Das ganze mit Solarstrom und Ökoorientiert mit sehr netten Gastgebern, die immer für ein Gespräch zu haben waren. Zwischen den Relax-Phasen habe ich kleine Wanderungen gemacht (8km und ~13km). „The Pinacle“ und „McKenzie Falls“ waren die Höhepunkte. (Bald soll auch hier ein Multi-Day-Hike fertig gestellt sein: „Grampians Peaks Trail“. Ca. 13 Tage/12 Nächte – man kann natürlich auch nur Teile davon wandern…) Außerdem immer zur Dämmerung: Dutzende Kängurus auf den Wiesen fast zum anfassen nah! Zwei Emus habe ich auch im Wald getroffen. Das waren wirklich sehr entspannte und schöne Tage dort – Klare Empfehlung für alle Reisenden!

Am 08.04. ging es dann Mittags Richtung Melbourne Flughafen, um das Auto abzugeben und zum Checkin zu spazieren. Ab nach Südamerika!

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Tasmanien II https://robertbraxein.de/blog/2018/05/18/tasmanien-ii/ https://robertbraxein.de/blog/2018/05/18/tasmanien-ii/#respond Fri, 18 May 2018 21:04:23 +0000 https://robertbraxein.de/blog/?p=1011 „Tasmanien II“ weiterlesen]]> (Immernoch) ca. 12.03. – 27.03.:

Nach dem Narawntapu National Park mit den vielen Tieren sollte eigentlich der Höhepunkt Tassies folgen: Cradle Mountain! Aber die Wettervorhersage war kalt und regnerisch und so habe ich mich entschieden etwas anderes zuerst zu machen. Natürlich war es dann am Ende ein wunderschöner Tag mit meistens Sonne und kein Regen… Ich habe trotzdem zwei riesige Höhlen besucht und diese in geführten Touren angesehen. (Marakoopa Cave & King Solomon Cave) Es geht einige 100m tief und weit in den Untergrund und ist den verschiedensten Stalaktiten und Stalagmiten und Jahrmillionen alter Kalkformationen sehr beeindruckend.

Am nächsten Tag ging es dann endlich in den Cradle Mountain National Park. Das Gebiet ist sehr abgelegen, bietet jedoch gerade deswegen einzigartige Flora und Fauna. Und damit auch lustige Tiere: Wombats und Tasmanische Teufel zum Beispiel. Die gibt es zwar auch anderswo, aber in diesem großen Nationalpark gibt es große Populationen. In freier Wildbahn habe ich den Tasmanischen Teufel leider nicht gesehen, daher habe ich nachts zur Fütterungszeit eine Aufzuchtstation besucht. Es sind fleischfressende Beuteltiere, die etwa so groß wie eine Katze, aber etwas stämmiger sind. Teufel deshalb, weil sie fürchterlich brüllen können und ihre Ohren können wohl rot werden, wenn sie sauer sind (hab ich nicht beobachtet). Wombats habe ich einige gesehen, aber immer nur kurz oder im dunkeln, so dass ich keine Fotos habe. Der Cradle Mountain ist ein sehr zackiger Gebirgskamm, etwa 1500m hoch, den man auch besteigen kann – Ich bin nur bis kurz davor gewandert. Es ist vor allem ein Postkartenmotiv und sieht wirklich schön aus. Es gibt in diesem Tal viele Seen und einige Wanderwege zum erkunden. Außerdem startet der „Overland Track“ hier. Das ist ähnlich wie in NZ die „Great Walks“ ein Mehrtägiger Wanderweg, den man in etwa 5-6 Tagen mit Übernachtungen in Berghütten entlang wandert.

Es war kalt in den Nächten und im Auto… *brr* Das lag einerseits an den Bergen und der Höhe und andererseits an der Wetterlage, die kalte Luft von Süden heranbrachte. Ich bin weitergefahren gegen den Uhrzeigersinn auf der Insel nach Queenstown. Von hier hätte man historische Eisenbahnfahrten und Bootsfahrten auf dem Fjord machen können. Fand ich nicht so spannend. Ich bin weiter die einsamste Straße Tasmaniens gefahren bis nach Lake St. Clair. Das ist der südliche Teil des Nationalparks „Cradle Mountain/Lake St. Clair“ und hier endet auch der Overland Track. Ich bin hier die letzten 4 Stunden des Tracks testgelaufen und: Es scheint ein netter, abwechslungsreicher Track zu sein! Auch die Gegend und den See ST. Clair war sehr schön.

Der letzte Nationalpark vor Hobart war „Mount Fields NP“. Viele Wasserfälle und beinahe unberührter Regenwald mit Baumfarnen und sehr hohen Bäumen, die verwandt mit den Kalifornischen Mammutbäumen sind. Dass sich überall Wallabys und andere Kängurus tummelten, habe ich gar nicht erwähnt, weil es schon fast normal wurde. Auch Vögel gibt es jede Menge – es ist fast wie Neuseeland.

Für die letzten zwei Tage bin ich dann nach Hobart und in ein nettes kleines Hostel (Montacute Hostel – sehr gut gelegen und sehr gut. Empfehlung noch von Emily vor vielen Monaten). Ich habe mir die Stadt angesehen und habe einen Tagesausflug auf den Mount Wellington gemacht. Letzteres war eine schöne Wanderung, aber aufgrund von einer Wegsperrung und Umweg, doch ein bisschen anstrengend. Es gab oben einen tollen Blick auf die Stadt und das Umland. Das Auto (ca. 1200km diesmal) hatte ich schon vor dem Hobart Aufenthalt abgegeben und dann ging es auch schon wieder zum Flughafen und zurück nach Melbourne (die „Great Ocean Road“ wollte ich noch mitnehmen)…

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Tasmanien I https://robertbraxein.de/blog/2018/05/05/tasmanien-i/ https://robertbraxein.de/blog/2018/05/05/tasmanien-i/#comments Sat, 05 May 2018 02:08:57 +0000 https://robertbraxein.de/blog/?p=974 „Tasmanien I“ weiterlesen]]> 12.03. – 27.03.:
Tja, Australien ist riesengroß und ich hatte nicht so viel Zeit geplant, wie für Neuseeland. Also musste ich mich entscheiden, was ich sehen wollte. Viele Freunde haben mir die Westküste (Perth und aufwärts bis Broome und Darwin) schwerstens ans Herz gelegt… Ich habe mich aber dagegen entschieden und hatte dadurch mehr Zeit für den Südwesten Australiens. (Die Westküste kann man ja jederzeit nachholen… Wer kommt mit? 🙂 )

Und damit hatte ich mich auch für Tasmanien entschieden! Klingt gut, oder? Mit dem Flieger von Melbourne nach Hobart (größte Stadt) ist man eine gute Stunde unterwegs. Und schon ist man auf der großen/kleinen Insel südlich von Australien. In den Anfangsjahren der europäischen Besiedlung „Tassies“ (früher Van-Diemens-Land) wurde die Insel hauptsächlich als Strafgefangenenlager benutzt, die tasmanischen Aborigines wurden dabei ausgerottet und Mitte des letzten Jahrhunderts wurde auch beinahe die einzigartige Flora und Fauna durch Abholzung, Bergbau und Wasserkraftwerke zerstört. Tatsächlich entstand in Tasmanien die erste Grüne Partei der Welt, die ab den 70er Jahren einiges verhindern und bewahren konnte. 40% der Insel sind aktuell geschützt, und zum großen Teil UNESCO-Weltkulturerbe. Ich schreibe schon wieder viel zu viel… Aber der durchschnittliche Leser dieses Blogs kennt Tasmanien ja wahrscheinlich nicht…

Ich habe mir direkt am Flughafen einen Toyota HiTop (Firma Apollo) gemietet, und konnte nach kurzer Einweisung los düsen. Leider war ich zu der Zeit erkältet und der Flug hat das ganze enorm verschlechtert -> Der Druckausgleich im Ohr hat erst nach 4-5 Stunden einigermaßen geklappt. Ich bin dennoch losgefahren. Richtig gründlich vorbereitet hatte ich mich mal wieder nicht. Spontan kam mir ein Roadtrip Anti-Clockwise sehr weise vor. Im nach hinein eine gute Entscheidung, denn durch meine Erkältung hätte ich die tollen Orte im Westen/Nordwesten von Hobart am Anfang gar nicht so richtig genießen können.

Als erstes kamen einige Inseln und Halbinseln mit beeindruckender Steilfelsküste. Auch baden, surfen und wandern kann man dort fantastisch. Jedoch war das Wetter wechselhaft und ich war kränklich. Ich hab mir das meiste angesehen aber nicht wirklich genossen. In Triabunna habe ich zwei Tage auf de Campingplatz verbracht und mich einigermaßen gesund gepflegt. (Viel Tee und Schleimlöser) Ganz cool daran war, dass es am zweiten Abend Dorfkino gab: 5,- AUD, im Gemeindezentrum, der Film „Wonder“ wurde gezeigt. Eine sehr familiäre Atmosphäre, aber ich war hochwillkommen – ich glaub ich war der einzige „Ausländer“. Eine schöne Erfahrung, die ich ohne Krankheits-Verzögerung wahrscheinlich verpasst hätte. Den Film kann ich ebenfalls empfehlen (Julia Roberts, Owen Wilson und ein kleiner Junge mit Astronautenhelm). Kann man auch prima mit Kindern gucken.

Langsam immer fitter werdend bin ich weiter die Ostküste hochgefahren und habe unter anderem Wineglass-Bay und Bay of Fires besucht. Bei besserer Gesundheit und tollerem Wetter kann man den schönsten Strand der Welt (Wineglass-Bay) und den Freycinet-Nationalpark bestimmt mehr genießen. Ich habe immerhin mein erstes Wallaby (kleine Känguru-Art) und meinen ersten Echidna (Ameisenigel) gesehen.

Nach einem tollen Abend mit grandiosem Sonnenuntergang in der Nähe der Bay of Fires (rötliche Steine und lange, schöne Sandstrände) regnete es knapp 2 Tage durchgehend. Ich bin ein großes Stück Auto gefahren und konnte einen dänischen Anhalter, der nur mit einem Zelt und Rucksack unterwegs war und im Regen stand, bis Launceston mit nehmen. In der Nähe habe ich das „Platypus House“ in „Beauty Point“ (der Ort heißt so) besucht, wo es das Schnabeltier und den Ameisenigel zu bestaunen gab. Sehr zu empfehlen, da man Platypus/Schnabeltier in der freien Wildbahn sehr schwer findet (nachtaktiv, sehr klein und im Wasser zuhause). Es handelt sich bei beiden Tieren um Säugetiere, die Eier legen und auch ansonsten sind sie sehr speziell.

Jetzt war meine Erkältung so gut wie weg und ich war im Narawntapu National Park ganz im Norden von Tasmanien. Sehr viele Kängurus, Papageien und endlich mal wieder eine sehr giftige Schlange beim umherwandern gesehen (Lowland Copperhead Snake). Ich hab dort die Nacht im National Park Campingplatz verbracht: Einfach aber schön und die Tiere kommen bis ans Auto gehoppelt!

Da das jetzt doch sehr umfangreich wird, mache ich an dieser Stelle zwei Beiträge aus dem einen großen. Den zweiten gibts dann nach dem Wochenende!

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Uluru und Red Centre https://robertbraxein.de/blog/2018/04/26/uluru-und-red-centre/ https://robertbraxein.de/blog/2018/04/26/uluru-und-red-centre/#comments Thu, 26 Apr 2018 04:14:55 +0000 https://robertbraxein.de/blog/?p=946 „Uluru und Red Centre“ weiterlesen]]> 05.03. – 08.03:
Ich habe eine 3-Tages-Tour ins rote Zentrum des Kontinents gemacht. Man denkt vielleicht so was wie: „Ist doch nur ein großer Felsen mitten in der Wüste, so toll wird das bestimmt nicht…“ ABER: Es war der Hammer und sehr beeindruckend. Man kann das nicht so richtig beschreiben. Es ist viel mehr als ein Felsen in der Wüste. Es ist übrigens auch keine langweilige Wüste: Es gibt ne Menge Bäume (Wüsteneichen und weitere) und Tiere und es ist natürlich nicht komplett flach tausende Kilometer weit. Rund um den Uluru regnet es durchaus auch mal – daher kommen die dunklen Rillen an seiner Oberfläche und es war insgesamt sehr grün in der gesamten Gegend. Achja: Bis auf den Sand. Der ist tatsächlich richtig schön rot.
Die Tour hieß bezeichnenderweise „The Rock“- Tour und startete für mich am Flughafen Ayers Rock/Yulara. Geschlafen wurde zweimal auf Campingplätzen im SWAG, quasi ein großer Schlafsack in den man mit seinem eigenen Schlafsack kriecht. (und man hofft, dass nichts weiter mit hinein kriecht… Man könnte den SWAG auch komplett schließen, jedoch wird es dann zu warm) Positiv: Man sieht den wundervollen Sternenhimmel beim einschlafen!
Außer Uluru (Sonnenaufgang, Sonnenuntergang und Umrundung) haben wir Kata Tjuta (formerly known as Olgas) und Kings Canyon besucht. Jeweils mit langen staubigen Strecken im Kleinbus dazwischen. Vor allem Kings Canyon bei Sonnenaufgang war toll. Danach Fahrt nach Alice Springs (wo es einen gewaltigen Regenguss gab) und Übernachtung im Hostel. Die Gruppe mit der ich Unterwegs war, war ebenfalls lustig: Schweden, Japaner, Taiwaner, Tschechen und natürlich Deutsche.
Von Alice Springs ging es dann mit dem Flieger wieder zurück in die Zivilisation und zwar diesmal nach Melbourne.

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Blue Mountains https://robertbraxein.de/blog/2018/04/14/blue-mountains/ https://robertbraxein.de/blog/2018/04/14/blue-mountains/#comments Sat, 14 Apr 2018 04:46:48 +0000 https://robertbraxein.de/blog/?p=928 „Blue Mountains“ weiterlesen]]> 02.03. – 04.03.
Ein drei-Tage Ausflug in die Blue Mountains. Etwa 1,5h von Sydney mit einer Zugfahrt zu erreichen liegt das kleine Städtchen Katoomba. Ich war vorher nicht ganz sicher, was mich eigentlich erwartet, aber im nach hinein war das ziemlich großartig! Es handelt sich bei den blauen Bergen um einen kleinen Gebirgszug, bewaldet mit Eukalytus Bäumen und durchzogen mit vielen teilweise hunderte Meter tiefe Felsklippen. Da das Gebiet recht unwegsam ist ist hat es Jahre gedauert einen Weg hindurch zu finden und auch heute gibt es eigentlich nur einen Weg für Auto und Bahn auf die andere Seite der Berge, wo dann Australien so richtig beginnt (irgendwann, ganz da hinten – ne noch n Stück…) Wenn ich es richtig verstanden habe: Sonne und Wärme + Eukalptus = Dunst über Wald erscheint bläulich aus der Ferne.
Das Hostel (YHA) war eins der besten Hostels auf der Reise, Katoomba klein und nichts besonderes und die Landschaft wunderbar. Ich habe kleinere Spaziergänge zu den „Three Sisters“ gemacht und eine Tageswanderung zum „Ruined Castle“ (war nie ein Castle, aber die riesigen Steinblöcke sehen aus der Ferne so aus) unternommen. Bei der langen Wanderung (~8h) habe ich meine ersten Giftschlangen kennen gelernt: Red bellied Snake und Brown Snake. Letztere wohl die zweitgiftigste Schlange der Welt. Brown Snake ist vor mir abgehauen, vor der anderen bin ich abgehauen (die kam langsam in meine Richtung). Ich habe wieder mal gemerkt, wie ähnlich ich Indiana Jones bin. (In allen anderen Eigenschaften außer der Angst vor Schlangen war das ja schon klar – mir fehlt ja eigentlich nur Peitsche und Hut).
Am 05.03. ging es dann früh im Zug zurück, denn ich musste ein Flugzeug in Sydney erwischen und zwar nach …

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Fun Facts II New Zealand https://robertbraxein.de/blog/2018/03/22/fun-facts-ii-new-zealand/ https://robertbraxein.de/blog/2018/03/22/fun-facts-ii-new-zealand/#comments Thu, 22 Mar 2018 12:36:44 +0000 https://robertbraxein.de/blog/?p=896 nicht mehr … „Fun Facts II New Zealand“ weiterlesen]]> Fun Facts New Zealand – Zum Abschied

* Seit dem 26.12.2017 habe ich 9-mal jeweils an einem Mittwoch ein 24h-Fasten gemacht. Verrückt, oder? Praktisch bedeutet das: am Dienstag Abend ist (ein etwas kleineres) Abendessen die letzte Mahlzeit bis Mittwoch Abend zur gleichen Zeit. Dazwischen gibt es Wasser, Tee oder Kaffee und Obst -> nicht mehr als 500 Kcal (Apfel/Banane haben je etwa 80 Kcal). Wenn man weniger als 500 Kcal in 24 Stunden zu sich nimmt, stellt der Körper wohl automatisch einige Hebel um und beginnt anders zu arbeiten/zu verbrennen. Am Anfang kostet es etwas Willensstärke, denn am Mittwoch Mittag kommt der Hunger! Aber irgendwann merkt man, dass man nicht unbedingt mehr braucht. Und wenn man Mittwoch Abends (normal, nicht zu viel!) isst, merkt man, dass man auch mit wenig prima klar kommt… Ist mehr ein Test/Experiment. Ist auch nicht zum abnehmen gedacht, sondern eher zum entschlacken/“entgiften“ und zum Nachdenken, wieviel nd was man eigentlich so isst. Ein Mann auf einem Campingplatz in Nelson hat mir davon vorgeschwärmt und macht das so seit 20 Jahren.
-> At least: I’m not getting a vegetarian! 😉

* Ein Mensch, der auf einer Welle auf einem Surfbrett stehen bleibt und die Zeit hat „Shaka“ bzw. „Hang Loose“ zu zeigen, darf sich offiziell als „Surfer“ bezeichnen. (1. Raglan Surf Regel -> Yeah! Na gut, aufgeschrieben ist das nirgendwo, aber das wird so mündlich an die weiter gegeben, in denen die Macht stark ist… 😉 )

* Es gibt Kino am anderen Ende der Welt: „Captain Fantastic“, „Three Billboards Outside Ebbing“, „Star Wars – The Last Jedi“, „Murder on the Orient Express“, „Blade Runner 2049“ (Bis auf Star Wars – hier fehlte die Macht etwas – empfehle ich alle wärmstens)

– Ich schleppe seit dem 2.12. eine Ukulele mit mir rum und kann erst ein Lied (auch nur so halb). Manchmal muss man das einfach mal aufschreiben, vielleicht wirds jetzt besser! Eine besondere Wirkung auf Frauen scheint die Ukulele alleine auch nicht zu haben… Vielleicht muss man das Instrument doch spielen?! Immerhin kommt sie immer prima als zweites Handgepäck im Flieger mit.

* Ich habe mind. sechs Hitch-Hikern zu einer wunderbaren Mitfahrt verholfen und bin selber dreimal mit genommen worden. Klingt gar nicht viel, aber vorher hab ich das ungefähr 0 mal gemacht…

* Mit vier verschiedenen Autos zwischen 23.10. bis 24.02. ca. 8000km gefahren.

* In der gleichen Zeit knapp 200km gewandert (nur die Mehrtagestouren gerechnet)

* Für eine Mehrtages-Wandertour hat sich bei mir als Proviant bewährt:
– Frühstück: Apfel/Obst, Müsli, Milchpulver
– Lunch: (gutes)Brot/Pita mit Camembert/Salami oder/und Reste vom Vortag(sowas wie Nudel-Gemüse-Pfanne – kann man auch kalt essen)
– Snack: Müsli-Riegel, Studentenfutter, Kekse, Schoko (am besten aufheben für zuletzt oder die schwierigste Etappe! – Schwierig wenn es warm ist…)
– Dinner: Pasta/Reis-Fertiggerichte, bei denen nur noch heißes Wasser fehlt. Teurere Variante: Dehydrated Backpacker Meals (getrocknet, nur kochendes Wasser dazugeben und 10 Minuten warten)
– Getränke: Wasser, Kaffee
WICHTIG: Man will nie mehr der einzige in der Hütte sein, der KEINEN Alkohol dabei hat. Beiß in den sauren Apfel und schlepp mindestens zur ersten Hütte eine Flasche Bier oder Wein! … Geschickt in der Mitte des Backpacks bleibt Bier sogar angenehm kühl 🙂

* Sweet as, bro!

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Westcoast Glacier https://robertbraxein.de/blog/2018/02/26/westcoast-glacier/ https://robertbraxein.de/blog/2018/02/26/westcoast-glacier/#respond Mon, 26 Feb 2018 05:36:52 +0000 https://robertbraxein.de/blog/?p=765 „Westcoast Glacier“ weiterlesen]]> 18.01. – 25.01.:
Nachdem mir klar geworden war, dass mein Auto nicht mehr 3000$ Wert war mit einem kaputten Getriebe, war die nächste Frage im Kopf: Kann ich überhaupt noch mit der Kiste fahren, ohne dass sie irgendwo in der Pampa ganz stehen bleibt? Ich habe mich (erstaunlich schnell für meine Verhältnisse) entschieden bis Christchurch weiter zu fahren – Aus Trotz aber den Umweg über die Westküste und damit 2 Gebirgspässe zu nehmen. Ob das klug war? (Christchurch, weil ich das Auto in Wanaka wohl kaum losgeworden wäre)

Da das kaputte Auto meine Pläne etwas durcheinander gebracht hatte und ich mit Gedanken aktuell eh schon in Australien bin: Ab hier etwas komprimiertere Beiträge…

– Erinnerung: Auto fährt max. 60 km/h im zweiten Automatik-Gang. Bergab im Leerlauf durchaus 110 km/h 😉

– Sobald ich über den ersten Pass (Haast) kam (erstaunlich einfach, weil so viele Touristen langsam fahren, bin ich gar nicht aufgefallen) war die Landschaft komplett grün, die Wasserfälle prall gefüllt und Regen in der Luft (immer mal wieder).

– Fox und Franz-Josef-Glacier waren sehr interessant. Vom Palmen-/Regenwald direkt zum Schnee-/Eisfeld: Gibt es sonst nur noch einmal auf der Welt, in Patagonien. Der berühmte Spiegeleffekt am Lake Mathesen fiel ins Wasser: Regentag mit tief hängenden Wolken und Wind. Am Franz-Josef-Glacier habe ich eine geführte Tour mitgemacht. Wir kamen etwas näher an den Gletscher und uns wurde das ganze Gebiet genau erklärt. Hat sich gelohnt. Andere sind teuer mit dem Hubschrauber auf den Gletscher und durften 10 Minuten auf dem Eis stehen – Ich stells mir nicht so gut vor…

– Weil es so gut lief: Nächster Pass und ab Richtung Christchurch – Der Arthurs Pass. Hier bin ich fast am steilsten Stück stehen geblieben, da es aus dem zweiten Gang nicht in den ersten ging… Zum Glück bin ich wieder nicht aufgefallen, da ca. 500m vor mir ein LKW ähnliche Probleme hatte und somit alle unendlich langsam waren. (Dagegen sind die Kasseler Berge ein Klacks! Aber das steile Stück ist nur sehr kurz…)

– Kein Wandern da das Wetter schlechter wurde. Ein kurzer Spaziergang zum „Devils Punchbowl“ war noch drin.

– Gut angekommen in Christchurch und Rekord im Benzinverbrauch: 13,2 Liter/100km

– Keine Lust mehr auf das Auto und lange Verhandlungen gehabt und den guten Nissan für 160$ an einen Hostel-Besitzer/Campervan-Verkäufer gegeben. Naja…

– Beim zweiten mal war CH-CH irgendwie netter und angenehmer – Gib jedem eine zweite Chance! 😉

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Stewart Island – Rakiura Track (Great Walk) https://robertbraxein.de/blog/2018/01/30/stewart-island-rakiura-track-great-walk/ https://robertbraxein.de/blog/2018/01/30/stewart-island-rakiura-track-great-walk/#comments Tue, 30 Jan 2018 08:25:27 +0000 https://robertbraxein.de/blog/?p=688 „Stewart Island – Rakiura Track (Great Walk)“ weiterlesen]]> 03.01. -09.01.:
Bluff ist der südlichste Punkt („Stadt“) der Südinsel. Ist sehr überschaubar und nicht wunderschön. Eine Übernachtung auf dem einzigen Campingplatz war nötig wegen der Fähre, die am nächsten morgen nach Stewart Island abfuhr. (Invercargill ist die nächstgrößere Stadt, aber ich hatte auch nicht wirklich gutes von dort gehört – also Bluff).

Die Meerenge (Foveaux Strait) zwischen Stewart Island und der Südinsel kann eine sehr stürmische sein. Wie zum Beweis waren auf dem Katamaran mehr Spucktüten als im Flugzeug und es roch auch etwas (nach stürmischen Wetter ein paar Tage zuvor…) 😉 Während meiner Überfahrten war aber alles ruhig.

Was soll ich sagen: Einer meiner wirklichen Höhepunkte der Reise! Stewart Island war grandios. Geschlafen in einem kleinen Hostel. Sehr gemütlich und sehr gemischtes Publikum (von einem ~10-jährigem Mädchen mit ihrem Vater, über verschiedene Backpacker bis zu Jeff aus Indiana (System-Administrator im Ruhestand) war alles dabei und es kam auch zu lustigen Gesprächen. Gleich am ersten Nachmittag war ich auf Ulva Island (einem Bird Sanctuary – Vogel-Schutzgebiet / Frei von Ratten, Wieseln, Mäusen, Possums usw…). Dort habe ich dann auch in den vier Stunden auf der Insel meinem ersten Kiwi gesehen! Ziemlich groß und wenig beeindruckt von mir lief er direkt über den Weg und wieder in den Wald. Sehr cool. Viele sehen nie einen Kiwi – die Familie aus Neuseeland, die mich kurz darauf gefragt hat, ob ich schon einen gesehen hätte (die dachten die machen einen Spass, aber ich hatte die Fotos 😉 ) waren sehr enttäuscht und sind gleich in die Richtung losgestürmt…

Am zweiten Tag ging es dann wandern für drei Tage und zwei Nächte -> Einen weiteren Great Walk, den Rakiura Track. Die beiden Hütten hatte ich mit Glück separat gebucht. Viel war nicht mehr frei. Man hätte die 36km auch in weniger Tagen laufen können, aber erstens wollte ich ja nicht hetzen und zweitens kommen auch noch die km bis zum jeweiligen Anfang und Ende dazu. Das Wetter war etwas wechselhaft, aber richtig geschüttet hat es nicht. Die Landschaft war nicht soo abwechslungsreich wie auf den anderen Great Walks, jedoch gab es einige historische Stätten der frühen Holzfäller und der Maoris zu sehen. Auch der DOC Ranger in der ersten Hütte war lustig drauf und hatte einiges zu erzählen. (Unter anderem von einem einsamen Seelöwen einige Jahre zuvor, der es sich trotz mehrmaligem verscheuchen in der Damentoilette der einzigen Kneipe af Stewart Island bequem gemacht hatte und wohl für einigen Schrecken gesorgt hat.)

Am letzten Abend bin noch mal auf Kiwi Suche gegangen und im dunklen ganz in der Nähe der Hütte wieder fündig geworden. Zuerst nur gehört und gedacht, dass andere Mitwanderer ebenfalls auf Kiwi-Suche sind, habe ich den Kiwi dann wieder sehr nah beobachten können. Diesmal nur mit Rotlicht aus der Stirnlampe, deshalb ist das Foto nicht so toll. Zurück in Oban, dem Ort auf Stewart Island, hatte ich dann noch gemütliche Tage. Einen Little Blue Penguin habe ich nachts auch noch gesehen. Die kommen erst im Schutze der Dunkelheit aus dem Wasser und krabbeln über die Wege und Straßen ins Unterholz/in ihre Schutzhöhlen.

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Milford https://robertbraxein.de/blog/2018/01/24/milford/ https://robertbraxein.de/blog/2018/01/24/milford/#respond Wed, 24 Jan 2018 04:48:32 +0000 https://robertbraxein.de/blog/?p=659 „Milford“ weiterlesen]]> 02.01. -03.01.:
Also vom schönsten Hostel der Welt (O-Ton Mr. T., Bestätigung Mr. R. = YHA Te Anau) habe ich mich auf den Weg zum Milford Sound gemacht. Ca. 120km für die man +-2,5h braucht. Je nachdem wie sehr man die Aussicht und die Berge ignorieren kann. Ich weiß gar nicht mehr wie lange ich unterwegs war, aber ich habe ein paar mal gestoppt. Lohnt sich der Weg! Es gibt dann übrigens auch kein WLAN oder Telefon-Signal mehr. Trotzdem ist man nicht allein = Tausende Urlauber jeden Tag auf dieser Straße… Aber wie schon geschrieben: Es lohnt sich.

Der Milford Track war ausgebucht und ich hatte auch keine Lust mehr zu versuchen diesen vielleicht sogar überschätzten schönsten Wanderweg der Welt doch noch zu buchen. Ich habe eine Bootsrundfahrt durch den Sound (Fjord) gebucht und das war auch klasse: Wasserfälle, Seehunde, hohe Berge und tolles Wetter. Auf dem Rückweg habe ich gecampt: ungefähr in der Mitte der Milford Road im Nirgendwo (Lake Gunn) war der größte Campingplatz, den ich bis jetzt gesehen habe. Etwa 300 Plätze (trotzdem Platz genug) und viele Plumpsklos = 8$ die Nacht.

Am nächsten Morgen bin ich zum Anfang (oder Ende, wie man will) des Routeburn Track (der nächste Great Walk, der ausgebucht war) gefahren und bin den Anfang gelaufen. Das muss auch ein wirklich schöner Track sein. Vielleicht später mal… 😉 Es ging für mich diesmal nur hoch zum „Key Summit“ mit toller Aussicht über die umliegenden Täler und dann wieder zurück. Ein kurzer Einkaufstopp in Te Anau und ich war auf dem Weg nach Bluff…

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Kepler Track – Great Walk https://robertbraxein.de/blog/2018/01/23/kepler-track-great-walk/ https://robertbraxein.de/blog/2018/01/23/kepler-track-great-walk/#respond Tue, 23 Jan 2018 10:00:24 +0000 https://robertbraxein.de/blog/?p=629 „Kepler Track – Great Walk“ weiterlesen]]> Am 28.12. ging es also von Dunedin (St. Clair Beach) auf nach Te Anau. Ich hatte nur wenige Tage vorher die Hütten für den „Kepler Track“ ergattert. Da hat wohl jemand kurz vorher gecancelt 🙂 Ich wollte eigentlich nur noch mal die fehlende Hütte für den Rakiura Track (Stewart Island) prüfen… aber dazu später mehr.

Auf dem Weg in Balclutha habe ich Katie aus Auckland aufgelesen und mit nach Te Anau genommen. Lustigerweise hatte sie keine Ahnung, wo sie hin wollte. Sie war einfach froh mal allein unterwegs zu sein und keinen Plan zu haben. Ich habe meinen Great Walk vorbereitet und mich von ihr verabschiedet.

Der Kepler Track war fantastisch! Erster Tag war sehr warm, ein steiler Anstieg bis über die Baumgrenze und noch ein Stückchen bis zur Hütte. Dort habe ich das erste mal einen Rangertalk mitbekommen und das war auch echt lustig und informativ. Am nächsten Tag ging es fast nur entlang eines Bergkammes Richtung zweiter Hütte. Es war sehr wolkig und sehr windig. Ich brauchte das erste mal meine Jacke, weil zu kalt wurde. Aber die Aussicht war trotzdem super. Zum Ende ging es wieder steil nach unten, und kaum an der Hütte angekommen, hat es für 24 Stunden geregnet… Achja: Oben war eine Gruppe von Keas, das sind Mountain Parrots. Sehr clevere Kerlchen und gefährlich für jede Art von Kleinkram der rumliegt. Ich habe selbst einen Wanderschuh von jemand anderem gerettet und einen Kea mit einer Tasse weg fliegen sehen 😉
Letzter Tag: Regen und zwar ordentlich! Ich bin 5 Stunden am Stück gelaufen, und die erste Hälfte im Regen. Naja, der Abend des Tages war dann wieder ganz schön, aber ich hatte keine Regenhose und das war schon ein bisschen blöd…

Das war dann der 31.12. und nach dem schlechtesten Burger (ich hatte jedoch Hunger, dann war es nicht so schlimm 😉 ) in NZ rückte Sylvester näher. Zurück auf dem Campingplatz hat mir Katie eine SMS geschickt und sie saß direkt um die Ecke. Also haben wir mit Wein und Bier zusammen Sylvester „gefeiert“. Sie arbeitet in der Medien-/ Werbebranche und ist selbstständig. War ein lustiger Abend und ich habe mein Englisch weiter verbessert. Feuerwerk gab es übrigens keins – nur ganz wenig und ich glaube das offiziell von der Stadt Te Anau. Privat Feuerwerk ist nicht so richtig erlaubt. Das wird eigentlich nur im November (Guy Fawkes Day) gemacht. Eigentlich angenehm mal nicht son rumgeballer 🙂

Am 1. Januar hab ich im YHA Te Anau eingecheckt und überprüft ob Tobi recht hatte: Das YHA ist tatsächlich eins der schönsten und angenehmsten Hostels in denen ich je war!
Dort habe ich dann auch einen „Milford Cruise“ gebucht und bin am 2.1. die Milford Road (ca. 2,5h bis zum Fjord) gefahren. Nächstes mal mehr…

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