Onsen – Reiseblog https://robertbraxein.de/blog Oh my god, i've never been so far away from home Thu, 02 Nov 2017 10:20:41 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.5.3 Nikko und Sayōnara Japan! https://robertbraxein.de/blog/2017/11/02/nikko-und-sayonara-japan/ https://robertbraxein.de/blog/2017/11/02/nikko-und-sayonara-japan/#respond Thu, 02 Nov 2017 10:20:41 +0000 https://robertbraxein.de/blog/?p=143 „Nikko und Sayōnara Japan!“ weiterlesen]]> 25.09. – 26.09:
Am letzten Gültigkeitstag meines Japan Rail Passes habe ich den Pass noch einmal richtig genutzt. Zumindest war es die teuerste Fahrt (wenn ich die Tickets einzeln bezahlt hätte) von Osaka nach Kinugawa-Onsen, nördlich von Nikko. Von Nikko aus, das letzte Stück fährt nur noch eine Privatbahn, die ich extra zahlen musste (nur ein paar Euro).

Der Japan Rail Pass hat mich 346€ für 14 Tage gekostet. Ich habe meine Fahrten mal zusammen gerechnet: Ich komme auf eine Summe von 475€. Hat sich also gelohnt. Man hätte auch noch deutlich mehr fahren können, Zeit hätte ich ja ein wenig gehabt. Wenn man ein bisschen guckt, kann man auch prima in den Städten damit verschiedene Strecken fahren und hab ich bestimmt auch noch ein paar € gespart. Außerdem wird man immer nett durchgewunken an den Drehkreuzen und kontrolliert wurde ich nur einmal und da war es die Platzreservierung, die den Schaffner interessiert hatte.

In Kinugawa-Onsen habe ich mir für zwei Nächte ein Ryokan gegönnt (inkl Halbpension ~100€ pro Nacht). Das ist also ein traditionelles japanisches Gasthaus mit Bambusmatten im Zimmer, man sitzt mehr oder weniger auf dem Boden, hängt rum im Kimono, bekommt traditionelles Frühstück und Abendessen und kann das heiße Bad des Hauses nutzen.
-> Das hat mir sehr gut gefallen! 🙂
Vor allem das Essen war klasse. Zum Frühstück gibt es Reis, Suppe und verschiedenes herzhaftes – das ist etwas ungewohnt, schmeckt aber (fast) alles. Abends meist Fisch, Fleisch, verschiedenste Gemüsen und auch wieder Reis und Suppe. Ich habe Bilder gemacht, vielleicht kann man die Leckerlichkeit dort erahnen… Die Benutzung des Onsen war auch super – ich hatte den Bereich jedes mal komplett für mich. Ebenfalls super nett: Die Gastgeber. Englisch und Deutsch war schwierig, aber dafür total freundlich und hilfsbereit (Fahrt zum Bahnhof mit dem Auto usw.).

Achja: Die Tochter, die ich nur kurz kennen gelernt hatte konnte etwas Deutsch und hat das eine Menü übersetzt. Highlights: „Pferd Stachel“, „Süßer Essig ausfelsigem Fisch“ und „Gekochte Sesamweide“ Mhm, lecker! Außerdem eine Spezialität dort: Yuba – Tofuhaut – Hört sich komisch an, war aber sehr lecker.

Achja, Teil II:
Am 26. habe ich einen Tagesausflug nach Nikko gemacht. Hat sich ebenfalls gelohnt! Hab alles richtig gemacht. 🙂 Hier gibt es Denkmäler, Schreine, Tempel und Mausoleum zu Ehren wichtiger Shogune aus der Edo-Zeit (die Zeit, in der Japan von mehr oder weniger Samurai regiert wurde). Shogune waren die Fürsten oder militärische Anführer. Und für Tokugewu und Iemitsu hat man es richtig krachen lassen und auch einen buddhistischen Tempel mit integriert. Viel mit Gold verziert und tausende Skulpturen. Ein Tor (nur das Tor!) wird Higurashi-no-mon genannt: in etwa „es wird einem nicht langweilig, auch wenn man es den ganzen Tag betrachtet“.

Außerdem kommen hier die berühmten drei Affen her: „Nichts sehen, Nichts hören, Nichts sagen“. Die sind eingeschnitzt in einen Pferdestall sollen eigentlich mit vielen anderen Abbildungen die Moral, die man als Mensch im Leben verfolgen soll, verdeutlichen.

Am 27. September bin ich dann mit der Regionalbahn (ich hatte Zeit genug und ja auch keinen Rail Pass mehr) zurück zu Björn nach Kawagoe gefahren. Ein schöner letzter Abend in Japan bei Björns Familie (Er und seine zweitälteste Tochter Akemi hatten Geburtstag)! Am 28. ging es dann früh um 6:30 Uhr direkt von Kawagoe mit dem Shuttle Bus zum Flughafen Narita und Richtung Malaysia. Zum Abschied mal wieder Regen…

Kleines Fazit: Unbedingt nach Japan wenn es Budget und Zeit erlauben! Wenn man vorher wenigstens ein paar Brocken Japanisch übt oder nicht allein reist, kann man durchaus versuchen abseits der Touristenrouten seinen Weg zu finden. Hiroshima, Kyoto, Nikko und Osaka waren meine Höhepunkte neben der netten Gastfamilie in Kawagoe. Ich könnte durchaus nochmal nach Japan!

[See image gallery at robertbraxein.de] ]]>
https://robertbraxein.de/blog/2017/11/02/nikko-und-sayonara-japan/feed/ 0
Hiroshima https://robertbraxein.de/blog/2017/09/19/hiroshima/ https://robertbraxein.de/blog/2017/09/19/hiroshima/#respond Tue, 19 Sep 2017 13:56:02 +0000 https://robertbraxein.de/blog/?p=27 „Hiroshima“ weiterlesen]]> Am 12. September also Weiterfahrt nach Hiroshima. Mit dem Shinkansen. (Das ist so etwas wie der ICE in besser umgesetzt, da alle Shinkansen – es gibt mehrere Versionen – auf speziellen Gleisen fahren, die für Hochgeschwindigkeit ausgelegt sind. Funktioniert sehr gut. Pünktlichkeit wird hier wohl in Sekunden gemessen…)
Da ich mir schon in Deutschland den „Japan Rail Pass“ für 2 Wochen gekauft hatte, konnte ich kostenlose Platzreservierungen machen lassen und einfach einsteigen.

… Ok, so einfach war es nicht: Der Mann am Schalter konnte kein Englisch und ich war froh mir drei Sätze japanisch vorher aufgeschrieben zu haben. Damit und mit meinem Handy Fahrplan klappte aber dann alles prima.

Von Hiroshima wusste ich vorher nur das was alle wissen: Hier wurde die erste Atombombe im zweiten Weltkrieg abgeworfen. Da gibt es natürlich Museen und Mahnmale und Gedenktafeln. Ich schreibe dazu hier nichts weiter. Man kommt schon ins nachdenken, wenn sich das ansieht.

Ansonsten ist Hiroshima aber auch wirklich eine Reise wert. Eine Millionenstadt in der die Grundstimmung sehr angenehm ist. Ich habe es als angenehmer empfunden als Tokio, aber ich kratze ja auch nur jeweils an der Oberfläche. Essen war auf jeden Fall toll: Vor allem Okonomiyaki ist eine dort eine Spezialität. Tagesausflug zur Insel Mijajima (das rote Tor im Wasser und heiliger Berg Mt. Misen). Zweiter Berg in Japan war ein Klacks gegen den Fuji. Geschwitzt habe ich trotzdem. Am 15. September bin ich in ein Public Onsen (Ein Bad, gespeist immer von einer heißen Quelle – dient zur Erholung) – genau wie hier beschrieben – gegangen. Das war in Fußreichweite meiner Unterkunft, jedoch konnte dafür dort wieder niemand Englisch. Ging aber wieder mit ein paar vorher raus geschriebenen Sätzen. Normalerweise darf man mit Tattoo nicht in ein Onsen (um die japanische Mafia zu ärgern, die sind glaube ich alle tätowiert); hier war gleich der erste Rücken komplett tätowiert und Besitzer des Rückens sah mich grimmig an. Es war schon Bad für Einheimische, aber ich habe mich gut angestellt und keine großen Fehler gemacht 🙂

Am 16. ging es weiter nach Kyoto.

[See image gallery at robertbraxein.de] ]]>
https://robertbraxein.de/blog/2017/09/19/hiroshima/feed/ 0