Grampians

05.04. – 08.04.:
Mein Australien Aufenthalt war ja komplett ungeplant und so auch das Ende. Ich wusste mittlerweile dass mein Flug am 08.04. um ~20 Uhr via Santiago de Chile (4 Tage Aufenthalt) nach Quito gehen würde. Über den Grampians National Park hatte ich schon mehrmals gelesen und auch über das YHA in dem Ort, welches die allerbesten Bewertungen hatte. Für weiter weg fliegen oder fahren fehlte mittlerweile Zeit. Es sollte eine sehr gute der kurzfristigen Entscheidungen werden. 🙂

Zuerst aber: Es gingen Züge und Busse von Melbourne nach „Halls Gap“ (der Hauptort im National Park, ~300 Einwohner). Also ausgecheckt in Melbourne und zum Bahnhof gelaufen. Leider das (sehr) kleingedruckte nicht gelesen: Die Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es nur zweimal in der Woche! Dienstags und Freitags! Ich hab schon überlegt einen Teil mit dem Zug zu fahren und dann ein Taxi zu nehmen oder ähnliches. Dann hab ich mich spontan entschieden, schon wieder ein Auto zu mieten und zwar direkt am Flughafen, damit ich es kurz vor dem Flug auch wieder dort abgeben kann. War auch im nach hinein die beste Lösung. Merke: In Australien mal zu versuchen aufs Auto zu verzichten ist fast unmöglich… Außerdem hatte ich einen super Preis und d so kurzfristig einen Golf (Modell 5, 6, 7? ich kenn mich nicht mehr aus – war ziemlich neu)

Die Grampians sind ein kleiner Gebirgszug im Nordwesten von Victoria und ein beliebtes Touristenziel vor allem zum Klettern, aber auch wandern und Natur genießen. Es gibt viele Wasserfälle und Aussichtspunkte und jede Menge Kängurus und anderes Getier.Das Hostel war wirklich grandios: Tolle große Küche, viele große Sofas zum rumhängen, bequeme Betten und ruhige Zimmergenossen, einen Kräutergarten und kostenlose Eier von freilaufenden Hühnern (die zum Teil die Bioreste der Gäste bekommen). Das ganze mit Solarstrom und Ökoorientiert mit sehr netten Gastgebern, die immer für ein Gespräch zu haben waren. Zwischen den Relax-Phasen habe ich kleine Wanderungen gemacht (8km und ~13km). „The Pinacle“ und „McKenzie Falls“ waren die Höhepunkte. (Bald soll auch hier ein Multi-Day-Hike fertig gestellt sein: „Grampians Peaks Trail“. Ca. 13 Tage/12 Nächte – man kann natürlich auch nur Teile davon wandern…) Außerdem immer zur Dämmerung: Dutzende Kängurus auf den Wiesen fast zum anfassen nah! Zwei Emus habe ich auch im Wald getroffen. Das waren wirklich sehr entspannte und schöne Tage dort – Klare Empfehlung für alle Reisenden!

Am 08.04. ging es dann Mittags Richtung Melbourne Flughafen, um das Auto abzugeben und zum Checkin zu spazieren. Ab nach Südamerika!

Melbourne II

02.04. – 04.04.:
Nach der Great Ocean Road und der Rückgabe des Autos war ich also wieder in Melbourne. Schon zum dritten mal. Diesmal habe ich endlich eine „Free Walking Tour“ gemacht , um die Stadt noch ein bisschen besser kennen zu lernen. Ich war außerdem im National Museum und am War Memorial. Spontan habe ich mich entschlossen auch noch die Abend Walking Tour der gleichen Company mit zu machen. Und was hatte ich bis jetzt auf meiner Reise noch nicht gemacht? – Grundloses Besäufnis! Um 18 Uhr ging es los und um 3 Uhr war ich im Hostel-Bett. Dafür dass wir uns alle nicht kannten, ist unsere Gruppe trotzdem komplett zusammen geblieben und wir haben einige Kneipen kennengelernt. Unser Guide ist um 21 Uhr nach Hause… War lustig mit Teilnehmern aus Holland, China, Indien, Australien(Perth), USA, England. Es war nicht zu schlimm, aber ich war froh, als ich sicher in meinem Bett angekommen war.

In Melbourne I hatte ich auch schon ein bisschen was geschrieben. Melbourne ist schön und angenehm zu erkunden und anzusehen. Es gibt viele kleine Gassen und Lädchen in der City. Außenrum ist es auch schnell einfach nur ne Großstadt. Melbourne oder Sydney? Schwierig: Beide haben etwas. Aber Sydney ist ein bisschen schöner durch den fantastischen Hafen und der Strand ist näher. Hier noch ein paar Bilder:

Great Ocean Road

29.03. – 02.04.:
Am 28.03. war Flugtag von Hobart in Tasmanien nach Melbourne und einer weiteren Nacht in Melbourne. Diesmal nicht im YHA sondern in „The Nunnery“. Eigentlich ein nettes Hostel, das mir Martin empfohlen hatte, jedoch waren hier meine Zimmergenossen sehr laut zwischen 2 Uhr und 6 Uhr, so dass ich schlechte Erinnerungen habe. (Einer schnarchte laut und wild, zwei weitere fingen ihr Liebesspiel an – Als ich mich bemerkbar gemacht habe und fragen wollte, ob man mitmachen kann: Haben sie getan, als ob sie schliefen und waren ruhig. – Wenn man mal kein Glück hat, kommt auch noch Pech dazu…

Dann ging es los mit einem erneuten Mietwagen auf die „Great Ocean Road“. Man kann das wichtigste auch an einem Tag sehen, aber ich wollte mir etwas Zeit lassen & die angebotenen Touren für 1 oder 2 Tage wären genauso teuer wie mein Mietwagen -diesmal ein „Holden Barina“ – gewesen. Im Grunde geht es etwas westlich von Melbourne (in Torquay) mit einer Steilküste los und die Straße schlängelt sich malerisch an ihr entlang. Ist durchaus eine Reise wert. Ich bin von Melbourne aus also Richtung Westen gefahren. Am Ende meiner Reise waren dann die „12 Apostel“, das sind steil aufragende Felsen, die von der Brandung aus der Steilküste gewaschen wurden. Es gibt auch einige Bögen, z.b.: mit dem schönen Namen „London Bridge“, die alle zu unendlich vielen Fotos einladen. Dementsprechend voll war es dann auch. Am 1. April bin ich deshalb entgegen meiner Natur sehr früh aufgestanden, um bei Sonnenaufgang noch mal bei den 12 Aposteln zu sein – Und das hat sich auch gelohnt, es war kaum jemand dort. Es war außerdem Surf Weltcup – Rip Curl Pro Bells Beach! Da die Wellen immer zum falschen Zeitpunkt gut waren, habe ich den Wettkampf nicht gesehen, konnte aber Nachmittags den Amateuren zusehen und das Wettkampfgelände bestaunen. Dann wollte ich wenigstens in der Nähe surfen, aber da Ostern war(!) hatten die Surf-Verleih-Shops früh geschlossen: Es sollte nicht sein. Dann war ich halt baden und habe auch ein paar schöne Wellen abbekommen.

Außerdem: Meine einzigen drei Koalas während meiner OZ-Zeit gesehen! Nähe Cape Otway Lighthouse direkt an der Straße. Süße Tiere! In Port Campbell gibt es ein Hostel (Port Campbell Hostel) in dem ein deutscher Braumeister eigenes Craftbier (Sow & Piglets) braut. Sehr zu empfehlen.
Dann war ich auch schon wieder in Melbourne.

Tasmanien II

(Immernoch) ca. 12.03. – 27.03.:

Nach dem Narawntapu National Park mit den vielen Tieren sollte eigentlich der Höhepunkt Tassies folgen: Cradle Mountain! Aber die Wettervorhersage war kalt und regnerisch und so habe ich mich entschieden etwas anderes zuerst zu machen. Natürlich war es dann am Ende ein wunderschöner Tag mit meistens Sonne und kein Regen… Ich habe trotzdem zwei riesige Höhlen besucht und diese in geführten Touren angesehen. (Marakoopa Cave & King Solomon Cave) Es geht einige 100m tief und weit in den Untergrund und ist den verschiedensten Stalaktiten und Stalagmiten und Jahrmillionen alter Kalkformationen sehr beeindruckend.

Am nächsten Tag ging es dann endlich in den Cradle Mountain National Park. Das Gebiet ist sehr abgelegen, bietet jedoch gerade deswegen einzigartige Flora und Fauna. Und damit auch lustige Tiere: Wombats und Tasmanische Teufel zum Beispiel. Die gibt es zwar auch anderswo, aber in diesem großen Nationalpark gibt es große Populationen. In freier Wildbahn habe ich den Tasmanischen Teufel leider nicht gesehen, daher habe ich nachts zur Fütterungszeit eine Aufzuchtstation besucht. Es sind fleischfressende Beuteltiere, die etwa so groß wie eine Katze, aber etwas stämmiger sind. Teufel deshalb, weil sie fürchterlich brüllen können und ihre Ohren können wohl rot werden, wenn sie sauer sind (hab ich nicht beobachtet). Wombats habe ich einige gesehen, aber immer nur kurz oder im dunkeln, so dass ich keine Fotos habe. Der Cradle Mountain ist ein sehr zackiger Gebirgskamm, etwa 1500m hoch, den man auch besteigen kann – Ich bin nur bis kurz davor gewandert. Es ist vor allem ein Postkartenmotiv und sieht wirklich schön aus. Es gibt in diesem Tal viele Seen und einige Wanderwege zum erkunden. Außerdem startet der „Overland Track“ hier. Das ist ähnlich wie in NZ die „Great Walks“ ein Mehrtägiger Wanderweg, den man in etwa 5-6 Tagen mit Übernachtungen in Berghütten entlang wandert.

Es war kalt in den Nächten und im Auto… *brr* Das lag einerseits an den Bergen und der Höhe und andererseits an der Wetterlage, die kalte Luft von Süden heranbrachte. Ich bin weitergefahren gegen den Uhrzeigersinn auf der Insel nach Queenstown. Von hier hätte man historische Eisenbahnfahrten und Bootsfahrten auf dem Fjord machen können. Fand ich nicht so spannend. Ich bin weiter die einsamste Straße Tasmaniens gefahren bis nach Lake St. Clair. Das ist der südliche Teil des Nationalparks „Cradle Mountain/Lake St. Clair“ und hier endet auch der Overland Track. Ich bin hier die letzten 4 Stunden des Tracks testgelaufen und: Es scheint ein netter, abwechslungsreicher Track zu sein! Auch die Gegend und den See ST. Clair war sehr schön.

Der letzte Nationalpark vor Hobart war „Mount Fields NP“. Viele Wasserfälle und beinahe unberührter Regenwald mit Baumfarnen und sehr hohen Bäumen, die verwandt mit den Kalifornischen Mammutbäumen sind. Dass sich überall Wallabys und andere Kängurus tummelten, habe ich gar nicht erwähnt, weil es schon fast normal wurde. Auch Vögel gibt es jede Menge – es ist fast wie Neuseeland.

Für die letzten zwei Tage bin ich dann nach Hobart und in ein nettes kleines Hostel (Montacute Hostel – sehr gut gelegen und sehr gut. Empfehlung noch von Emily vor vielen Monaten). Ich habe mir die Stadt angesehen und habe einen Tagesausflug auf den Mount Wellington gemacht. Letzteres war eine schöne Wanderung, aber aufgrund von einer Wegsperrung und Umweg, doch ein bisschen anstrengend. Es gab oben einen tollen Blick auf die Stadt und das Umland. Das Auto (ca. 1200km diesmal) hatte ich schon vor dem Hobart Aufenthalt abgegeben und dann ging es auch schon wieder zum Flughafen und zurück nach Melbourne (die „Great Ocean Road“ wollte ich noch mitnehmen)…

Tasmanien I

12.03. – 27.03.:
Tja, Australien ist riesengroß und ich hatte nicht so viel Zeit geplant, wie für Neuseeland. Also musste ich mich entscheiden, was ich sehen wollte. Viele Freunde haben mir die Westküste (Perth und aufwärts bis Broome und Darwin) schwerstens ans Herz gelegt… Ich habe mich aber dagegen entschieden und hatte dadurch mehr Zeit für den Südwesten Australiens. (Die Westküste kann man ja jederzeit nachholen… Wer kommt mit? 🙂 )

Und damit hatte ich mich auch für Tasmanien entschieden! Klingt gut, oder? Mit dem Flieger von Melbourne nach Hobart (größte Stadt) ist man eine gute Stunde unterwegs. Und schon ist man auf der großen/kleinen Insel südlich von Australien. In den Anfangsjahren der europäischen Besiedlung „Tassies“ (früher Van-Diemens-Land) wurde die Insel hauptsächlich als Strafgefangenenlager benutzt, die tasmanischen Aborigines wurden dabei ausgerottet und Mitte des letzten Jahrhunderts wurde auch beinahe die einzigartige Flora und Fauna durch Abholzung, Bergbau und Wasserkraftwerke zerstört. Tatsächlich entstand in Tasmanien die erste Grüne Partei der Welt, die ab den 70er Jahren einiges verhindern und bewahren konnte. 40% der Insel sind aktuell geschützt, und zum großen Teil UNESCO-Weltkulturerbe. Ich schreibe schon wieder viel zu viel… Aber der durchschnittliche Leser dieses Blogs kennt Tasmanien ja wahrscheinlich nicht…

Ich habe mir direkt am Flughafen einen Toyota HiTop (Firma Apollo) gemietet, und konnte nach kurzer Einweisung los düsen. Leider war ich zu der Zeit erkältet und der Flug hat das ganze enorm verschlechtert -> Der Druckausgleich im Ohr hat erst nach 4-5 Stunden einigermaßen geklappt. Ich bin dennoch losgefahren. Richtig gründlich vorbereitet hatte ich mich mal wieder nicht. Spontan kam mir ein Roadtrip Anti-Clockwise sehr weise vor. Im nach hinein eine gute Entscheidung, denn durch meine Erkältung hätte ich die tollen Orte im Westen/Nordwesten von Hobart am Anfang gar nicht so richtig genießen können.

Als erstes kamen einige Inseln und Halbinseln mit beeindruckender Steilfelsküste. Auch baden, surfen und wandern kann man dort fantastisch. Jedoch war das Wetter wechselhaft und ich war kränklich. Ich hab mir das meiste angesehen aber nicht wirklich genossen. In Triabunna habe ich zwei Tage auf de Campingplatz verbracht und mich einigermaßen gesund gepflegt. (Viel Tee und Schleimlöser) Ganz cool daran war, dass es am zweiten Abend Dorfkino gab: 5,- AUD, im Gemeindezentrum, der Film „Wonder“ wurde gezeigt. Eine sehr familiäre Atmosphäre, aber ich war hochwillkommen – ich glaub ich war der einzige „Ausländer“. Eine schöne Erfahrung, die ich ohne Krankheits-Verzögerung wahrscheinlich verpasst hätte. Den Film kann ich ebenfalls empfehlen (Julia Roberts, Owen Wilson und ein kleiner Junge mit Astronautenhelm). Kann man auch prima mit Kindern gucken.

Langsam immer fitter werdend bin ich weiter die Ostküste hochgefahren und habe unter anderem Wineglass-Bay und Bay of Fires besucht. Bei besserer Gesundheit und tollerem Wetter kann man den schönsten Strand der Welt (Wineglass-Bay) und den Freycinet-Nationalpark bestimmt mehr genießen. Ich habe immerhin mein erstes Wallaby (kleine Känguru-Art) und meinen ersten Echidna (Ameisenigel) gesehen.

Nach einem tollen Abend mit grandiosem Sonnenuntergang in der Nähe der Bay of Fires (rötliche Steine und lange, schöne Sandstrände) regnete es knapp 2 Tage durchgehend. Ich bin ein großes Stück Auto gefahren und konnte einen dänischen Anhalter, der nur mit einem Zelt und Rucksack unterwegs war und im Regen stand, bis Launceston mit nehmen. In der Nähe habe ich das „Platypus House“ in „Beauty Point“ (der Ort heißt so) besucht, wo es das Schnabeltier und den Ameisenigel zu bestaunen gab. Sehr zu empfehlen, da man Platypus/Schnabeltier in der freien Wildbahn sehr schwer findet (nachtaktiv, sehr klein und im Wasser zuhause). Es handelt sich bei beiden Tieren um Säugetiere, die Eier legen und auch ansonsten sind sie sehr speziell.

Jetzt war meine Erkältung so gut wie weg und ich war im Narawntapu National Park ganz im Norden von Tasmanien. Sehr viele Kängurus, Papageien und endlich mal wieder eine sehr giftige Schlange beim umherwandern gesehen (Lowland Copperhead Snake). Ich hab dort die Nacht im National Park Campingplatz verbracht: Einfach aber schön und die Tiere kommen bis ans Auto gehoppelt!

Da das jetzt doch sehr umfangreich wird, mache ich an dieser Stelle zwei Beiträge aus dem einen großen. Den zweiten gibts dann nach dem Wochenende!

Melbourne I

09.03. – 11.03.:
Vom roten Zentrum ging es also mit dem Flieger nach Melbourne. Da ich wie immer alles sehr spontan gebucht hatte, jedoch meine Tasmanien Rundreise schon etwas früher, hatte ich drei Tage Aufenthalt in Melbourne, bevor es „richtig“ weiterging. Ich hab mich also etwas ausgeruht von Uluru und co., habe die Stadt zu Fuss erkundet, war im Kino (Darkest Hour – war OK) und habe meinen Geburtstag fast allein gefeiert.
Ich bin Nachmittags/Abends nach St. Kilda gefahren, habe eine leckere Portion Fish&Chips und Bier gekauft und im Sand am Strand das Leben, das Universum und den ganzen Rest genossen. Dann kamen die Geburtstagsanrufe und die Ruhe war vorbei… Nein, nur Spaß! Hab mich natürlich gefreut. Auch wenn ich kritisch anmerken muss, dass mehrere Menschen (ich nenne keine Namen 😉 ) mich vergessen hatten! Ich nehme das als Freilos für euren nächsten Geburtstag! 😉
Ach ja, ganz alleine war ich nicht: Ich habe mir die putzigen Pinguine angesehen, die bei Dämmerung aus dem Wasser kommen und sich eine Weile an der Luft trocknen lassen, bevor sie n ihren Bau zum schlafen verschwinden. Man kommt teilweise bis 1 Meter ran an die Tiere. Ich hatte auf Stewart Island schon einen gesehen, aber diese hier waren ohne Furcht und Menschen gewohnt. Das war sehr cool anzusehen. Die Pinguine haben sich den Platz dort übrigens selber ausgesucht und die Melbournians versuchen jetzt so gut es geht Tier und Mensch zusammenleben zu lassen. Scheint gut zu funktionieren.
Am 12.03. ging dann der Flieger nach Hobart, Tasmanien. Aber das wird erst der nächste Beitrag…
Bilder gibts hier nicht. Vielleicht bei Melbourne II?

Uluru und Red Centre

05.03. – 08.03:
Ich habe eine 3-Tages-Tour ins rote Zentrum des Kontinents gemacht. Man denkt vielleicht so was wie: „Ist doch nur ein großer Felsen mitten in der Wüste, so toll wird das bestimmt nicht…“ ABER: Es war der Hammer und sehr beeindruckend. Man kann das nicht so richtig beschreiben. Es ist viel mehr als ein Felsen in der Wüste. Es ist übrigens auch keine langweilige Wüste: Es gibt ne Menge Bäume (Wüsteneichen und weitere) und Tiere und es ist natürlich nicht komplett flach tausende Kilometer weit. Rund um den Uluru regnet es durchaus auch mal – daher kommen die dunklen Rillen an seiner Oberfläche und es war insgesamt sehr grün in der gesamten Gegend. Achja: Bis auf den Sand. Der ist tatsächlich richtig schön rot.
Die Tour hieß bezeichnenderweise „The Rock“- Tour und startete für mich am Flughafen Ayers Rock/Yulara. Geschlafen wurde zweimal auf Campingplätzen im SWAG, quasi ein großer Schlafsack in den man mit seinem eigenen Schlafsack kriecht. (und man hofft, dass nichts weiter mit hinein kriecht… Man könnte den SWAG auch komplett schließen, jedoch wird es dann zu warm) Positiv: Man sieht den wundervollen Sternenhimmel beim einschlafen!
Außer Uluru (Sonnenaufgang, Sonnenuntergang und Umrundung) haben wir Kata Tjuta (formerly known as Olgas) und Kings Canyon besucht. Jeweils mit langen staubigen Strecken im Kleinbus dazwischen. Vor allem Kings Canyon bei Sonnenaufgang war toll. Danach Fahrt nach Alice Springs (wo es einen gewaltigen Regenguss gab) und Übernachtung im Hostel. Die Gruppe mit der ich Unterwegs war, war ebenfalls lustig: Schweden, Japaner, Taiwaner, Tschechen und natürlich Deutsche.
Von Alice Springs ging es dann mit dem Flieger wieder zurück in die Zivilisation und zwar diesmal nach Melbourne.

Blue Mountains

02.03. – 04.03.
Ein drei-Tage Ausflug in die Blue Mountains. Etwa 1,5h von Sydney mit einer Zugfahrt zu erreichen liegt das kleine Städtchen Katoomba. Ich war vorher nicht ganz sicher, was mich eigentlich erwartet, aber im nach hinein war das ziemlich großartig! Es handelt sich bei den blauen Bergen um einen kleinen Gebirgszug, bewaldet mit Eukalytus Bäumen und durchzogen mit vielen teilweise hunderte Meter tiefe Felsklippen. Da das Gebiet recht unwegsam ist ist hat es Jahre gedauert einen Weg hindurch zu finden und auch heute gibt es eigentlich nur einen Weg für Auto und Bahn auf die andere Seite der Berge, wo dann Australien so richtig beginnt (irgendwann, ganz da hinten – ne noch n Stück…) Wenn ich es richtig verstanden habe: Sonne und Wärme + Eukalptus = Dunst über Wald erscheint bläulich aus der Ferne.
Das Hostel (YHA) war eins der besten Hostels auf der Reise, Katoomba klein und nichts besonderes und die Landschaft wunderbar. Ich habe kleinere Spaziergänge zu den „Three Sisters“ gemacht und eine Tageswanderung zum „Ruined Castle“ (war nie ein Castle, aber die riesigen Steinblöcke sehen aus der Ferne so aus) unternommen. Bei der langen Wanderung (~8h) habe ich meine ersten Giftschlangen kennen gelernt: Red bellied Snake und Brown Snake. Letztere wohl die zweitgiftigste Schlange der Welt. Brown Snake ist vor mir abgehauen, vor der anderen bin ich abgehauen (die kam langsam in meine Richtung). Ich habe wieder mal gemerkt, wie ähnlich ich Indiana Jones bin. (In allen anderen Eigenschaften außer der Angst vor Schlangen war das ja schon klar – mir fehlt ja eigentlich nur Peitsche und Hut).
Am 05.03. ging es dann früh im Zug zurück, denn ich musste ein Flugzeug in Sydney erwischen und zwar nach …

Australien

27.02. – 01.03.:
Und plötzlich ist man in Sydney, nach nur 3 Stunden Flug und 2 Stunden Zeitverschiebung geht das gefühlt in … 1 Stunde!

Ich habe mich natürlich nicht wirklich auf dieses nächste Land vorbereitet und hatte daher keine großen Erwartungen. Wobei: Sydney! Schon cool, dort zu sein…
Manch Leser(in) dieses Blogs ist ja der Meinung, es sei die schönste aller Städte. Mir hat sie sehr gut gefallen, jedoch werde ich vor meinem abschließenden Urteil, alle anderen Städte der Welt besuchen. Sydney im Moment in den TOP 5 der schönsten Städte der Welt würde ich sagen.

Was hab ich gemacht?
– Chinatown besucht, da in Laufentfernung zum Hostel. Ich fand das jetzt nicht soo dolle.
– kostenlose (Trinkgeld-basierte) Walking Tour. Das war gut zum Anfang und orientieren und die Tour an sich war auch gut gemacht. (Für Insider: Hyde Park, Macquarie Street, Botanic Garden, Circular Quay, The Rocks)
– Sydney Harbour Bridge zu Fuß überquert und in Kirribilli umgesehen. Der Blick zurück zeigt Opera House und Harbour Bridge.
– Fahrt mit der Fähre nach Manly (Manly Beach) und Spaziergang zu „The Spit“ und mit dem Bus zurück in die Stadt.
– Besuch von Bondi Beach. Eigentlich wollte ich surfen, war aber sehr spät dort und war dann nur sehr angetan von Strand, Klippen und einer guten Portion Fish&Chips 🙂
– Endlich wieder einkaufen bei ALDI (fast wie zuhaus) und Besuch beim „Lüneburger Bäcker“ (ich hab nachgefragt: es gibt mehrere Filialen in und um Sydney und die meisten Beschäftigten kommen aus Deutschland – Der Mohnkuchen war gut, Brot hab ich nicht getestet, weil …)

… es schon weiterging! Und zwar in die Blue Montains!