Galapagos

12.05. – 11.06.:
Der Flug auf die Galapagos Insel „San Cristobal“ war gleich besonders: Man fliegt in Quito los und macht eine Zwischenlandung in Guayaquil. Hier steigt die Hälfte der Leute aus und alle, die weiter auf die Inseln wollen, bleiben einfach sitzen. Nach wenigen Minuten kommen dann neue Passagiere, die von Guayaquil nach Galapagos wollen. Ein bisschen wie Bus fahren nur mit einem großen Boing Flugzeug…

Was hab ich eigentlich gemacht? Ich habe erneut Freiwilligenarbeit im Bereich Naturschutz geleistet. Das heißt, die ersten drei von vier Wochen waren verplant. Montags bis Freitags von ca. 7:30 Uhr bis 12:30 Uhr sind wir 10 Minuten vom Ort Puerto Baquerizo Moreno (übrigens die Hauptstadt der Provinz Galapagos mit knapp 5000 Einwohnern) zu einem ehemaligen Farmland gefahren. Dieses sehr junge Projekt (http://www.the-lab-of-life.com/) hat sich zur Aufgabe gemacht, aus dem Farmland wieder ursprüngliche Galapagos Flora&Fauna herzustellen. Als ich dort war, ging es hauptsächlich darum, die nicht-einheimische Brombeere zu entfernen. Machete, Spaten, Rechen waren unsere Werkzeuge. Die Pflanzenreste haben wir vor Ort verbrannt. Irgendwann sollen auf dem Gelände wieder Riesenschildkröten leben können.

(Kurze Hintergrundinfo: Die Galapagos Inseln sind natürlich ein Naturparadies mit unzähligen Pflanzen und Tieren, die es nur dort gibt… Aber: Nahezu alle Pflanzen und Tiere sind bedroht durch den Menschen direkt oder durch Pflanzen (Brombeere ist nur ein Beispiel) und Tiere (Ratten, wilde Katzen/Hunde usw…), die der Mensch mitgebracht hat! Z.B. waren die berühmten Galapagos Riesenschildkröten kurz vor dem Aussterben, nur auf wenigen kleineren Inseln können sie sich noch auf natürliche Art vermehren. Deshalb wird vermehrt von den Touristen Geld genommen – im Moment 120 Dollar pro Person und Besuch – und die Naturschutzstationen werden mehr und mehr ausgebaut.)

Gewohnt habe ich im Hostal „La Casita de la Isla“ nur 5 Minuten vom nächsten Strand und damit hunderten Seelöwen entfernt. Selbst-versorgt mit großer Küche und Essbereich sowie sehr gemütlichen Hängematten. Es war zwar immer warm(heiß), jedoch auch immer etwas windig, so dass es nicht unangenehm wurde. Mit mir zusammen war die Schweizerin Joelle und die Deutsche Yvonne (aus meinem Sprachkurs in Quito). Am Anfang war außerdem noch eine etwas schwierige in Norwegen lebende litauische Frau dort, die sich das alles ganz anders vorgestellt hatte. In der letzten Woche kam eine Amerikanerin dazu, die auch noch 2 Wochen länger geblieben ist.

Neben der Arbeit hatten wir die Nachmittage und die Wochenenden frei. An jedem Strand kann man Schnorcheln und hat meist sehr klares Wasser und fantastische Tiere unter Wasser zu bestaunen – Ich habe mir also Brille und Schnorchel gekauft.. Große Wasserschildkröten und spielende Seelöwenkinder waren die Highlights (jeden Tag!), aber auch die vielen großen und kleinen Fische waren toll anzuschauen. Das war der einfachste, aber auch der beste Zeitvertreib.
Neben dem Schnorcheln war Zeit für andere Aktivitäten:

    • Tauchgang am Kicker Rock (Hammerhai, Weißspitzenhai, Schildkröten, hunderte bunte Fische)
    • Ausflug in die Highlands der Insel. In Wolken gehüllt und kälter, feuchter und grüner als der Küstenbereich.
    • Riesenschildkröten besucht.
    • Wellenreiten am Tonga Reef (Etwas zu viel Steine für mich, aber trotzdem gut)
    • 360-Grad Bootstour rund um San Cristobal mit Schnorcheln, Angeln und Tierbeobachtung.
    • Museumsbesuch über die Geschichte der Inseln – Überall Charles Darwin 🙂

Die letzte Woche habe ich dazu genutzt, mehr von den Galapagos Inseln zu sehen. Mit kleinen Fährbooten (20-35 Personen, je ~2,5h Fahrt zwischen den Inseln) ging es erst nach Santa Cruz und später von dort nach Isabela. Die Überfahrten waren durch den Wellengang und die sehr kleinen Boote ziemlich anstrengend. Gestartet bin ich mit Yvonne, da sie ebenfalls noch 1 Woche Zeit auf Galapagos hatte – die letzten Tage haben wir dann jeweils alleine was unternommen. Für ca. 30-50 Dollar kann man sich einfache Unterkünfte buchen. Wenn man ein bisschen sucht, kann man auch relativ preiswert Essen. Für die Insel Isabela (die größte Galapagos Insel) bezahlt man nochmal eine Tourismus Gebühr von 10,- Dollar nur um die Insel zu betreten.
Das waren die wichtigsten Aktivitäten auf den beiden Inseln:

    • „Las Grietas“, ein System von Grotten zum Schnorcheln.
    • Tagestour „Las Islas Plazas“: Land-Iguanas & Schnorcheln
    • Ausflug über die Insel mit Taxi: El Chato (Schildkröten), Los Gemelos (große Vulkankrater) und Lava Tunnel
    • Charles Darwin Research Station: Forschung und Aufzuchtstation für viele Tierarten, hauptsächlich Riesenschildkröten.
    • Tagestour „Los Tuneles“: Schnorcheln mit Seepferdchen, Riffhaien, Wasserschildkröten und vielen Fischen. Außerdem Pinguine und Blue Footed Boobies besucht.
    • Tour zum Vulkan „Sierra Negra“ (der kurz vor einem kleine Ausbruch stand) und Schnorcheltour „Tintoreras“ mit vielen Weißspitzenhaien, Iguanas, Schildkröten und Seelöwen.
    • Radtour zur Mauer der Tränen. Strafgefangene mussten alle Steine dieser Mauer mehrere Kilometer schleppen. Die Mauer wurde sinnlos im Nirgendwo aufgebaut.

Insgesamt war die Zeit auf Galapagos unglaublich gut. Pflanzen und vor allem Tiere erstaunlich und interessant. Die Menschen sehr freundlich und die Stimmung relaxed. Das Wetter warm bis heiß und immer mit ein wenig Wind. Sandstrände, Wellen, Sonnenuntergänge – Alles erste Sahne. Wenn ich so darüber schreibe, will ich wieder hin. 🙂
Natürlich nicht billig, aber auch nicht „schweineteuer“, vor allem wenn man ein paar Brocken spanisch kann und ein bisschen neben den üblichen Touristenpfaden unterwegs ist.

Zurück ging es erst wieder mit den kleinen Fährbooten nach San Cristobal (ganz nah vorbei an einem riesigen Schwarm großer Delfine!), am letzten Tag ein fantastisches Frühstück im „Frescocafe“ vom Hostal Galapagos (leider erst am letzten Tag gefunden). Dann Flug von San Cristobal über Guayaquil nach Quito. Eine Nacht im „Community Hostel“, über das ich und auch Tobias schon viele Touren gebucht hatten. Am nächsten Tag dann Flug von Quito über Madrid (4h Verzögerung wegen Gewitter) nach Frankfurt. Die eine Nacht im AO-Hostel in Frankfurt war mit das schlechteste Hostel des ganzen Jahres, ach was sag ich: der ganzen Welt! Von da gings weiter mit dem Zug bis in den Norden zurück.

Great Ocean Road

29.03. – 02.04.:
Am 28.03. war Flugtag von Hobart in Tasmanien nach Melbourne und einer weiteren Nacht in Melbourne. Diesmal nicht im YHA sondern in „The Nunnery“. Eigentlich ein nettes Hostel, das mir Martin empfohlen hatte, jedoch waren hier meine Zimmergenossen sehr laut zwischen 2 Uhr und 6 Uhr, so dass ich schlechte Erinnerungen habe. (Einer schnarchte laut und wild, zwei weitere fingen ihr Liebesspiel an – Als ich mich bemerkbar gemacht habe und fragen wollte, ob man mitmachen kann: Haben sie getan, als ob sie schliefen und waren ruhig. – Wenn man mal kein Glück hat, kommt auch noch Pech dazu…

Dann ging es los mit einem erneuten Mietwagen auf die „Great Ocean Road“. Man kann das wichtigste auch an einem Tag sehen, aber ich wollte mir etwas Zeit lassen & die angebotenen Touren für 1 oder 2 Tage wären genauso teuer wie mein Mietwagen -diesmal ein „Holden Barina“ – gewesen. Im Grunde geht es etwas westlich von Melbourne (in Torquay) mit einer Steilküste los und die Straße schlängelt sich malerisch an ihr entlang. Ist durchaus eine Reise wert. Ich bin von Melbourne aus also Richtung Westen gefahren. Am Ende meiner Reise waren dann die „12 Apostel“, das sind steil aufragende Felsen, die von der Brandung aus der Steilküste gewaschen wurden. Es gibt auch einige Bögen, z.b.: mit dem schönen Namen „London Bridge“, die alle zu unendlich vielen Fotos einladen. Dementsprechend voll war es dann auch. Am 1. April bin ich deshalb entgegen meiner Natur sehr früh aufgestanden, um bei Sonnenaufgang noch mal bei den 12 Aposteln zu sein – Und das hat sich auch gelohnt, es war kaum jemand dort. Es war außerdem Surf Weltcup – Rip Curl Pro Bells Beach! Da die Wellen immer zum falschen Zeitpunkt gut waren, habe ich den Wettkampf nicht gesehen, konnte aber Nachmittags den Amateuren zusehen und das Wettkampfgelände bestaunen. Dann wollte ich wenigstens in der Nähe surfen, aber da Ostern war(!) hatten die Surf-Verleih-Shops früh geschlossen: Es sollte nicht sein. Dann war ich halt baden und habe auch ein paar schöne Wellen abbekommen.

Außerdem: Meine einzigen drei Koalas während meiner OZ-Zeit gesehen! Nähe Cape Otway Lighthouse direkt an der Straße. Süße Tiere! In Port Campbell gibt es ein Hostel (Port Campbell Hostel) in dem ein deutscher Braumeister eigenes Craftbier (Sow & Piglets) braut. Sehr zu empfehlen.
Dann war ich auch schon wieder in Melbourne.

Fun Facts II New Zealand

Fun Facts New Zealand – Zum Abschied

* Seit dem 26.12.2017 habe ich 9-mal jeweils an einem Mittwoch ein 24h-Fasten gemacht. Verrückt, oder? Praktisch bedeutet das: am Dienstag Abend ist (ein etwas kleineres) Abendessen die letzte Mahlzeit bis Mittwoch Abend zur gleichen Zeit. Dazwischen gibt es Wasser, Tee oder Kaffee und Obst -> nicht mehr als 500 Kcal (Apfel/Banane haben je etwa 80 Kcal). Wenn man weniger als 500 Kcal in 24 Stunden zu sich nimmt, stellt der Körper wohl automatisch einige Hebel um und beginnt anders zu arbeiten/zu verbrennen. Am Anfang kostet es etwas Willensstärke, denn am Mittwoch Mittag kommt der Hunger! Aber irgendwann merkt man, dass man nicht unbedingt mehr braucht. Und wenn man Mittwoch Abends (normal, nicht zu viel!) isst, merkt man, dass man auch mit wenig prima klar kommt… Ist mehr ein Test/Experiment. Ist auch nicht zum abnehmen gedacht, sondern eher zum entschlacken/“entgiften“ und zum Nachdenken, wieviel nd was man eigentlich so isst. Ein Mann auf einem Campingplatz in Nelson hat mir davon vorgeschwärmt und macht das so seit 20 Jahren.
-> At least: I’m not getting a vegetarian! 😉

* Ein Mensch, der auf einer Welle auf einem Surfbrett stehen bleibt und die Zeit hat „Shaka“ bzw. „Hang Loose“ zu zeigen, darf sich offiziell als „Surfer“ bezeichnen. (1. Raglan Surf Regel -> Yeah! Na gut, aufgeschrieben ist das nirgendwo, aber das wird so mündlich an die weiter gegeben, in denen die Macht stark ist… 😉 )

* Es gibt Kino am anderen Ende der Welt: „Captain Fantastic“, „Three Billboards Outside Ebbing“, „Star Wars – The Last Jedi“, „Murder on the Orient Express“, „Blade Runner 2049“ (Bis auf Star Wars – hier fehlte die Macht etwas – empfehle ich alle wärmstens)

– Ich schleppe seit dem 2.12. eine Ukulele mit mir rum und kann erst ein Lied (auch nur so halb). Manchmal muss man das einfach mal aufschreiben, vielleicht wirds jetzt besser! Eine besondere Wirkung auf Frauen scheint die Ukulele alleine auch nicht zu haben… Vielleicht muss man das Instrument doch spielen?! Immerhin kommt sie immer prima als zweites Handgepäck im Flieger mit.

* Ich habe mind. sechs Hitch-Hikern zu einer wunderbaren Mitfahrt verholfen und bin selber dreimal mit genommen worden. Klingt gar nicht viel, aber vorher hab ich das ungefähr 0 mal gemacht…

* Mit vier verschiedenen Autos zwischen 23.10. bis 24.02. ca. 8000km gefahren.

* In der gleichen Zeit knapp 200km gewandert (nur die Mehrtagestouren gerechnet)

* Für eine Mehrtages-Wandertour hat sich bei mir als Proviant bewährt:
– Frühstück: Apfel/Obst, Müsli, Milchpulver
– Lunch: (gutes)Brot/Pita mit Camembert/Salami oder/und Reste vom Vortag(sowas wie Nudel-Gemüse-Pfanne – kann man auch kalt essen)
– Snack: Müsli-Riegel, Studentenfutter, Kekse, Schoko (am besten aufheben für zuletzt oder die schwierigste Etappe! – Schwierig wenn es warm ist…)
– Dinner: Pasta/Reis-Fertiggerichte, bei denen nur noch heißes Wasser fehlt. Teurere Variante: Dehydrated Backpacker Meals (getrocknet, nur kochendes Wasser dazugeben und 10 Minuten warten)
– Getränke: Wasser, Kaffee
WICHTIG: Man will nie mehr der einzige in der Hütte sein, der KEINEN Alkohol dabei hat. Beiß in den sauren Apfel und schlepp mindestens zur ersten Hütte eine Flasche Bier oder Wein! … Geschickt in der Mitte des Backpacks bleibt Bier sogar angenehm kühl 🙂

* Sweet as, bro!

Raglan

11.02. – 16.02.:

### STOP
Aufmerksamen Lesern fällt womöglich die zeitliche Lücke zwischen Superbowl und Raglan auf.
Lösung: Ich war faul in Auckland, bin ins YHA Hostel umgezogen (wo man kein eigenes Toilettenpapier benötigte), war wie geschrieben in Devonport, war im Maritimen Museum (naja), war im Kino („Three Billboards outside Ebbing, Missouri“ – lohnt sich!) und weiterhin noch ein bisschen faul.
### WEITER

Dann ging es nach Raglan zum surfen! Ich habe mir nochmal einen Surfkurs gegönnt und war insgesamt 4 Tage im Wasser. War sehr cool und ich kann es jetzt deutlich besser. Am dritten Tag war ich der einzige „Schüler“ und Tom der Surflehrer ist mit mir immer wieder weiter raus gepaddelt und wir haben die größeren Wellen genommen – Ich war so kaputt danach 😉 Raglan ist eine der Hochburgen zum Surfen in New Zealand. Sehr entspannte und angenehme kleine Stadt. Sehr viel Öko und Nachhaltigkeit überall. Im „Hostel“ Solscape ein veganes Restaurant, Yoga-Kurse, eigener riesiger Gemüsegarten und Übernachtung in umgebauten Zugwagons oder Tipis. Sehr gute Stimmung und Abends mal ein kleines Konzert oder kostenloser Film: „Captain Fantastic“. Eine sehr schöne Woche mit sehr durchwachsenem Wetter.

Die Fahrt nach Süden

Von Kaikoura ging es an der Ostküste nach Süden über Christchurch nach Dunedin. (20.12. – 27.12.)

Nach Christchurch ging es über den nach Süden intakten Highway 1 recht schnell. Ich habe spontan einen Belgier aus dem Hostel mitgenommen, daher war die Fahrt auch ganz abwechslungsreich. Christchurch hat mir nicht so gefallen. Das mag an den vielen Baustellen gelegen haben, die wohl zum großen Teil immer noch wegen des Erdbebens vor 6(!) Jahren bestehen. Ich muss auf dem Hike zur/von der Angelus Hut (Nelson Lakes National Park) meine Kopfhörer verloren haben, deshalb ich Ersatz gesucht. Dabei festgestellt, dass es kein MediaMarkt oder Saturn gibt. Touristen-Kopfhörer wollte ich auch nicht kaufen. Schließlich habe ich „Noel Leeming“ gefunden. „Harvey Norman“ und „Dick Smith“ gibt es wohl z.B. auch noch (nicht sehr einfallsreich bei der Namensfindung, die Neuseeländer…). Ist in etwa vergleichbar mit den europäischen Läden, nur kleiner. Außerdem war ich im Museum, im botanischen Garten, habe mir die Innenstadt angesehen inkl. der immer noch total zerstörten Kirche und habe nach gutem Brot gesucht (und bin fündig geworden! Das „Cafe Berlin“ ist wie ein kleiner deutscher Supermarkt – Ritter Sport, deutsche Wurst und gutes Brot usw… 🙂 ).

Dann habe ich nach Tipp von einem Niederländer in Kaikoura einen Sidetrip zum Mt. Sunday gemacht. Das ist ein kleiner einzelner Hügel in einem riesigem Tal umgeben von immer höher werdenden Bergen. Hier wurden die Szenen der LOTR-Filme gedreht, in denen man die Festung Edoras von Reitern der Rohan sieht. Ich habe tolles Wetter erwischt und war am Abend alleine auf Campground/Lodge. Das war cool! Ca. 35km Schotterpiste musste man fahren um dorthin zu kommen.

Dann ging es weiter Richtung Dunedin um dort Weihnachten zu verbringen. Nach einem Camping-Zwischenstop und dem Besuch der Moeraki Boulders bin ich dann 2 Tage über Weihnachten im Hostel in Dunedin geblieben. Leider war es am 24. sehr laut nachts, das war für die „Hostel-Jugend“ eine Party Nacht (ich bin auch erst um 1 Uhr ins Bett, jedoch zwischen 3-5 Uhr war immer noch mal ordentlich was los…). Naja, eigentlich war es aber ganz nett am Anfang, weil jeder etwas zu essen gemacht hat und man dann gemeinsam von allem probiert hat. Dazu ein paar Bierchen, das ganze in T-Shirt und kurzen Hosen = Stille Nacht, heilige Nacht!

Dunedin hat mir aber ganz gut gefallen. Ich bin noch zwei Tage länger geblieben: Camping im Holidaypark. Außerdem habe ich den Bericht von Tobi überprüft: in der NZ Sports Hall of Fame ist tatsächlich ein Schrein für Wynton Rufer! Ich habe Albatrosse beim brüten beobachtet. (Wenn man bezahlt, wird man vorsichtig nahe ran geführt.) In der Stadt habe ich die vielen Graffitys gesucht und gefunden. Und das wichtigste: Ich war mal wieder Wellenreiten! St. Clair Beach. Sehr schön war das: Vormittags Surfen, dann Fish’n’Chips zum Lunch, dann ins Auto und nach Te Anau…

Nachtrag Teil 1

Da ich ja etwas hinterher hinke mit meinem Blog, fasse ich jetzt einige verschiedene Sachen zusammen. Macht glaub ich eh Sinn.

Nach dem Autokauf am 23.10. habe ich mich entschlossen, die Tage bis zum Rugby League World Cup Spiel (NZ vs. Tonga, 38:8) in Nord-Auckland zu verbringen. Dazu hab ich über Booking.com ein Privatzimmer gemietet. War recht günstig, die meiste Zeit war ich alleine in einem großen Haus auf einer Klippe. Wurde von Chinesen vermietet. Irgendwie strange, aber war erholsam.

Außer mal etwas faulenzen und ausschlafen habe ich mein Auto und alle Teile darin genau unter die Lupe genommen und sauber gemacht. Ich war schwimmen (also nicht baden) im Hallenbad – man merkt die Wochen in denen man nichts macht… 😉 . Dann das Rugby Spiel – War übrigens cool. Sehr entspannte Stimmung, viele Frauen und Kinder im Stadium. Komische Würstchen gabs, die „German Bratwürste“ genannt wurden. Komischerweise hatte Tonga mehr Fans als NZ – weiß nicht genau warum… Vielleicht halten alle Maori zu den Inselstaaten? Naja, mittlerweile ist NZ im Viertelfinale gegen Fiji rausgeflogen…

Dann kamen zwei Tage Strand in Muriwai Beach: Tölpel-Kolonie fast zum anfassen, erste Nächte im Auto (sehr OK) und natürlich Wellenreiten! Sehr cool war das. Ich hab zur Sicherheit einen Auffrischungskurs gebucht. Der Surflehrer ist mit mir und einem Franzosen dann in die Wellen. Das war ein Intensivkurs in 2 Stunden. Wie gesagt sehr cool und 90% auf dem Brett gestanden (mit Hilfe des Surfgurus 🙂 )

Dann hoch ungefähr dem Twin Coast Highway folgend nach Waitangi/Paihia an die Bay of Islands. Museum angesehen – Hier wurden historische Verträge zwischen England und den Maori unterzeichnet, die heute fragwürdig aber noch rechtskräftig sind.

Cape Reinga (der nördlichste Punkt der Nordinsel) habe ich mit einem Busunternehmen gemacht von Kaitaia aus. Das war besser als selber fahren. Der Busfahrer war spassig und konnte viel erzählen zum Land und Kauri-Bäumen. Außerdem konnte er mit dem 4-Rad Antrieb zurück den 90-Mile Beach fahren. Bei Ebbe ist der Strand wie eine Autobahn und man kann dort – mit Vorsicht – ca. 100 kmh fahren.

Nach noch mehr Kauri-Bäumen auf der Westseite kam ich dann wieder in Auckland (Auto-Probleme – siehe vorherigen Post) an. Kauri = können sehr groß und sehr alt werden. Wurden aber von den Europäern fast ausgerottet. In den letzten Jahren bedroht dann noch ein Pilz die empfindlichen Bäume. Es gibt einen, den Tane Mahuta, der älter als 2000 Jahre sein soll. Hab ich natürlich angesehen. Sehr beeindruckend diese Bäume, vergleichbar mit den Redwoods in California.

Da das mit Auto länger als geplant dauerte, bin einfach noch mal zum surfen nach Muriwai Beach. Wellen und Wetter nicht ganz so gut, aber machte trotzdem Laune.