Am 28.12. ging es also von Dunedin (St. Clair Beach) auf nach Te Anau. Ich hatte nur wenige Tage vorher die Hütten für den „Kepler Track“ ergattert. Da hat wohl jemand kurz vorher gecancelt 🙂 Ich wollte eigentlich nur noch mal die fehlende Hütte für den Rakiura Track (Stewart Island) prüfen… aber dazu später mehr.
Auf dem Weg in Balclutha habe ich Katie aus Auckland aufgelesen und mit nach Te Anau genommen. Lustigerweise hatte sie keine Ahnung, wo sie hin wollte. Sie war einfach froh mal allein unterwegs zu sein und keinen Plan zu haben. Ich habe meinen Great Walk vorbereitet und mich von ihr verabschiedet.
Der Kepler Track war fantastisch! Erster Tag war sehr warm, ein steiler Anstieg bis über die Baumgrenze und noch ein Stückchen bis zur Hütte. Dort habe ich das erste mal einen Rangertalk mitbekommen und das war auch echt lustig und informativ. Am nächsten Tag ging es fast nur entlang eines Bergkammes Richtung zweiter Hütte. Es war sehr wolkig und sehr windig. Ich brauchte das erste mal meine Jacke, weil zu kalt wurde. Aber die Aussicht war trotzdem super. Zum Ende ging es wieder steil nach unten, und kaum an der Hütte angekommen, hat es für 24 Stunden geregnet… Achja: Oben war eine Gruppe von Keas, das sind Mountain Parrots. Sehr clevere Kerlchen und gefährlich für jede Art von Kleinkram der rumliegt. Ich habe selbst einen Wanderschuh von jemand anderem gerettet und einen Kea mit einer Tasse weg fliegen sehen 😉
Letzter Tag: Regen und zwar ordentlich! Ich bin 5 Stunden am Stück gelaufen, und die erste Hälfte im Regen. Naja, der Abend des Tages war dann wieder ganz schön, aber ich hatte keine Regenhose und das war schon ein bisschen blöd…
Das war dann der 31.12. und nach dem schlechtesten Burger (ich hatte jedoch Hunger, dann war es nicht so schlimm 😉 ) in NZ rückte Sylvester näher. Zurück auf dem Campingplatz hat mir Katie eine SMS geschickt und sie saß direkt um die Ecke. Also haben wir mit Wein und Bier zusammen Sylvester „gefeiert“. Sie arbeitet in der Medien-/ Werbebranche und ist selbstständig. War ein lustiger Abend und ich habe mein Englisch weiter verbessert. Feuerwerk gab es übrigens keins – nur ganz wenig und ich glaube das offiziell von der Stadt Te Anau. Privat Feuerwerk ist nicht so richtig erlaubt. Das wird eigentlich nur im November (Guy Fawkes Day) gemacht. Eigentlich angenehm mal nicht son rumgeballer 🙂
Am 1. Januar hab ich im YHA Te Anau eingecheckt und überprüft ob Tobi recht hatte: Das YHA ist tatsächlich eins der schönsten und angenehmsten Hostels in denen ich je war!
Dort habe ich dann auch einen „Milford Cruise“ gebucht und bin am 2.1. die Milford Road (ca. 2,5h bis zum Fjord) gefahren. Nächstes mal mehr…