Stewart Island – Rakiura Track (Great Walk)

03.01. -09.01.:
Bluff ist der südlichste Punkt („Stadt“) der Südinsel. Ist sehr überschaubar und nicht wunderschön. Eine Übernachtung auf dem einzigen Campingplatz war nötig wegen der Fähre, die am nächsten morgen nach Stewart Island abfuhr. (Invercargill ist die nächstgrößere Stadt, aber ich hatte auch nicht wirklich gutes von dort gehört – also Bluff).

Die Meerenge (Foveaux Strait) zwischen Stewart Island und der Südinsel kann eine sehr stürmische sein. Wie zum Beweis waren auf dem Katamaran mehr Spucktüten als im Flugzeug und es roch auch etwas (nach stürmischen Wetter ein paar Tage zuvor…) 😉 Während meiner Überfahrten war aber alles ruhig.

Was soll ich sagen: Einer meiner wirklichen Höhepunkte der Reise! Stewart Island war grandios. Geschlafen in einem kleinen Hostel. Sehr gemütlich und sehr gemischtes Publikum (von einem ~10-jährigem Mädchen mit ihrem Vater, über verschiedene Backpacker bis zu Jeff aus Indiana (System-Administrator im Ruhestand) war alles dabei und es kam auch zu lustigen Gesprächen. Gleich am ersten Nachmittag war ich auf Ulva Island (einem Bird Sanctuary – Vogel-Schutzgebiet / Frei von Ratten, Wieseln, Mäusen, Possums usw…). Dort habe ich dann auch in den vier Stunden auf der Insel meinem ersten Kiwi gesehen! Ziemlich groß und wenig beeindruckt von mir lief er direkt über den Weg und wieder in den Wald. Sehr cool. Viele sehen nie einen Kiwi – die Familie aus Neuseeland, die mich kurz darauf gefragt hat, ob ich schon einen gesehen hätte (die dachten die machen einen Spass, aber ich hatte die Fotos 😉 ) waren sehr enttäuscht und sind gleich in die Richtung losgestürmt…

Am zweiten Tag ging es dann wandern für drei Tage und zwei Nächte -> Einen weiteren Great Walk, den Rakiura Track. Die beiden Hütten hatte ich mit Glück separat gebucht. Viel war nicht mehr frei. Man hätte die 36km auch in weniger Tagen laufen können, aber erstens wollte ich ja nicht hetzen und zweitens kommen auch noch die km bis zum jeweiligen Anfang und Ende dazu. Das Wetter war etwas wechselhaft, aber richtig geschüttet hat es nicht. Die Landschaft war nicht soo abwechslungsreich wie auf den anderen Great Walks, jedoch gab es einige historische Stätten der frühen Holzfäller und der Maoris zu sehen. Auch der DOC Ranger in der ersten Hütte war lustig drauf und hatte einiges zu erzählen. (Unter anderem von einem einsamen Seelöwen einige Jahre zuvor, der es sich trotz mehrmaligem verscheuchen in der Damentoilette der einzigen Kneipe af Stewart Island bequem gemacht hatte und wohl für einigen Schrecken gesorgt hat.)

Am letzten Abend bin noch mal auf Kiwi Suche gegangen und im dunklen ganz in der Nähe der Hütte wieder fündig geworden. Zuerst nur gehört und gedacht, dass andere Mitwanderer ebenfalls auf Kiwi-Suche sind, habe ich den Kiwi dann wieder sehr nah beobachten können. Diesmal nur mit Rotlicht aus der Stirnlampe, deshalb ist das Foto nicht so toll. Zurück in Oban, dem Ort auf Stewart Island, hatte ich dann noch gemütliche Tage. Einen Little Blue Penguin habe ich nachts auch noch gesehen. Die kommen erst im Schutze der Dunkelheit aus dem Wasser und krabbeln über die Wege und Straßen ins Unterholz/in ihre Schutzhöhlen.

2 Gedanken zu „Stewart Island – Rakiura Track (Great Walk)“

  1. .. Halo Robert .. hat dich der Zyklon „Gita“ getroffen ???? soll ja ganz böse gewesen sein , jetzt fehlt wohl jeglicher Funkkontakt … Grüße Wolfgang

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