Kaikoura – Dolphins!

17.-19.12.:
Fahrt von Nelson Lakes über den Lewis Pass nach Kaikura an der Ostküste.
Der Highway 1 an der Ostküste wäre eh noch immer geschlossen gewesen, wegen dem Erdbeben Ende 2016. Kann man sich kaum vorstellen in Deutschland, aber der komplette Verkehr (auch Bahn) war nicht möglich an der Ostküste für über ein Jahr… Ende Dezember wurde zumindest der Highway wieder geöffnet.

Die Autofahrt war ziemlich lang. Da eben ein Jahr viel mehr Verkehr im Inland entlang fuhr, waren die Straßen dementsprechend kaputt und mit Baustellen versehen. Ich konnte ca. 100 km lang nur 50 kmh im Schnitt fahren. Ein paar mal angehalten habe ich aber auch und ein paar Interessante Sachen kann man auf den Fotos sehen.

In Kaikoura war ich drei Nächte in der gemütlichen „Sunrise Lodge Kaikoura“ (BBH-Hostel), die ich sehr empfehlen kann. Vor allem Tim, der das ganze mit seiner Mutter betreibt, und sein dreibeiniger Hund „Spock“ waren sehr lustige und interessante Zeitvertreiber.

Das dollste war aber das Schwimmen mit den Delphinen! So wie mein Weltreise-Vorbild das hier Tobi in Kaikoura schon beschrieben hat: Man kann im offenen Meer ca. 2h mit ~400 Delphinen schwimmen. Die halten auch an und spielen mit einem. Jedoch habe auch davon keine Aufnahmen, da keine Unterwasserausrüstung. Aber es war echt cool.

Außerdem hab ich mir mal Crayfish (Lobster oder deutsch Languste) gegönnt.

Nelson und Golden Bay

5.12. – 13.12: Nelson und Golden Bay (inkl. Abel Tasman)

Nach dem Problemchen mit dem Auto war es schon etwas später am Tag und ich hatte Lust auf zwei Tage „echtes“ Bett. Das Hostel war ein sehr kleines (10 Betten) gemütliches und zur Abwechslung sehr international und wenig deutsch (= angenehm 🙂 ). Nelson ist ne kleine Stadt, die wohl in den letzten Jahren extrem gewachsen ist. Insgesamt sehr relaxt und ruhig. Man merkt dass die Gegend für Weinbau und Hopfenanbau berühmt ist. Sehr viel local Craft-Beer und viele Weinsorten. Es gibt einen kleinen Hügel und der Gipfel ist das Zentrum New Zealands. Wie genau sie das berechnet haben weiß ich allerdings nicht – ich glaube da könnte man sich auch streiten…
Dann bin ich für 2 Tage auf einen Campingplatz an der Golden Bay gefahren -> Nichts los, wunderschöner Sandstrand, Toller Sternenhimmel. Und noch entspannter die Leute und die Gegend. (Man merkt hier noch sehr, dass das mal eine Hippie-Hochburg war vor nicht allzu langer Zeit 🙂 Viel Yoga, Organic Food und buntere Kleidung. Aber mir hats gefallen und ich hab die Zeit mit Ukulele spielen und lesen „verplempert“.

In Nelson zurück habe ich auch Emily wiedergetroffen, die dort gerade einen Job suchte (und mittlerweile gefunden hat – Restaurant und Winery http://mahana.nz/). Wir hatten schon grob geplant, dass wir uns vielleicht auf dem Abel Tasman Track (another Great Walk) wieder treffen würden. Da die Übernachtungsmöglichkeiten schon sehr ausgebucht waren, hatte ich mich für nur 2 Tage wandern und eine Übernachtung entschieden und Emily hat sich dann angeschlossen, da es zeitlich auch bei ihr so passte. (Auf dem Hinweg hatte sie gerade noch ihr Vorstellungsgespräch) Mit Hin- und Zurückfahren und jeweils Übernachten hat das dann vom 10.12. – 13.12. gedauert und war fantastisch! Wetter hat mit gespielt. Diesmal war das Tagesziel der Strand und eine Lodge (Kaffee & Eis …), bevor es dann zur Hütte zurück ging und am nächsten Tag wieder Richtung Nelson.

Insgesamt könnte ich dort auch mehr Zeit verbringen. Hat mir sehr gut gefallen, die ganze Gegend. Mountain biken und Kajak fahren wären noch Sachen, die ich mir vielleicht auf der Rückreise vorstellen kann… Mal schauen. (Und dann noch 1-2 Biere testen)

Nachtrag Teil 1

Da ich ja etwas hinterher hinke mit meinem Blog, fasse ich jetzt einige verschiedene Sachen zusammen. Macht glaub ich eh Sinn.

Nach dem Autokauf am 23.10. habe ich mich entschlossen, die Tage bis zum Rugby League World Cup Spiel (NZ vs. Tonga, 38:8) in Nord-Auckland zu verbringen. Dazu hab ich über Booking.com ein Privatzimmer gemietet. War recht günstig, die meiste Zeit war ich alleine in einem großen Haus auf einer Klippe. Wurde von Chinesen vermietet. Irgendwie strange, aber war erholsam.

Außer mal etwas faulenzen und ausschlafen habe ich mein Auto und alle Teile darin genau unter die Lupe genommen und sauber gemacht. Ich war schwimmen (also nicht baden) im Hallenbad – man merkt die Wochen in denen man nichts macht… 😉 . Dann das Rugby Spiel – War übrigens cool. Sehr entspannte Stimmung, viele Frauen und Kinder im Stadium. Komische Würstchen gabs, die „German Bratwürste“ genannt wurden. Komischerweise hatte Tonga mehr Fans als NZ – weiß nicht genau warum… Vielleicht halten alle Maori zu den Inselstaaten? Naja, mittlerweile ist NZ im Viertelfinale gegen Fiji rausgeflogen…

Dann kamen zwei Tage Strand in Muriwai Beach: Tölpel-Kolonie fast zum anfassen, erste Nächte im Auto (sehr OK) und natürlich Wellenreiten! Sehr cool war das. Ich hab zur Sicherheit einen Auffrischungskurs gebucht. Der Surflehrer ist mit mir und einem Franzosen dann in die Wellen. Das war ein Intensivkurs in 2 Stunden. Wie gesagt sehr cool und 90% auf dem Brett gestanden (mit Hilfe des Surfgurus 🙂 )

Dann hoch ungefähr dem Twin Coast Highway folgend nach Waitangi/Paihia an die Bay of Islands. Museum angesehen – Hier wurden historische Verträge zwischen England und den Maori unterzeichnet, die heute fragwürdig aber noch rechtskräftig sind.

Cape Reinga (der nördlichste Punkt der Nordinsel) habe ich mit einem Busunternehmen gemacht von Kaitaia aus. Das war besser als selber fahren. Der Busfahrer war spassig und konnte viel erzählen zum Land und Kauri-Bäumen. Außerdem konnte er mit dem 4-Rad Antrieb zurück den 90-Mile Beach fahren. Bei Ebbe ist der Strand wie eine Autobahn und man kann dort – mit Vorsicht – ca. 100 kmh fahren.

Nach noch mehr Kauri-Bäumen auf der Westseite kam ich dann wieder in Auckland (Auto-Probleme – siehe vorherigen Post) an. Kauri = können sehr groß und sehr alt werden. Wurden aber von den Europäern fast ausgerottet. In den letzten Jahren bedroht dann noch ein Pilz die empfindlichen Bäume. Es gibt einen, den Tane Mahuta, der älter als 2000 Jahre sein soll. Hab ich natürlich angesehen. Sehr beeindruckend diese Bäume, vergleichbar mit den Redwoods in California.

Da das mit Auto länger als geplant dauerte, bin einfach noch mal zum surfen nach Muriwai Beach. Wellen und Wetter nicht ganz so gut, aber machte trotzdem Laune.

Coromandel

Während der Freiwilligenarbeit habe ich mich mit Forian und Corinna zu einem Wochenend-Ausflug auf die Coromandel-Peninsula verabredet. Das haben wir dann auch direkt am 20.-21.10 gemacht. Mit der Fähre von Auckland nach Coromandel, dann mit dem Bus über die Halbinsel. Wir haben das der Einfachheit halber im Paket gebucht und folgendes gesehen/erlebt:
– Hot Water Beach – Hier tritt heißes Wasser direkt am Strand aus dem Boden. Bei Ebbe kann man sich seinen eigenen Pool graben und sich ins warme Wasser setzen. Haben wir gemacht. Schaufeln bekamen wir auch vom Busfahrer. Insgesamt hätte man sich das besser vorgestellt. Es war halt sehr voll und manche graben einem dann das Wasser weg. Ein Hauen und stechen. Aber trotz alledem ein toller Strand. Man könnte dort auch surfen – ich war immerhin kurz schwimmen *brr* …
– Cathedral Cove – Eine beeindruckende Felsformation. „Awesome!“ würden die meisten Kiwis sagen, die wir so getroffen haben. Hier wurde wohl auch eine Szene von Narnia gedreht – Nicht mein Film.
– Kauri Wald – Kauris sind Bäume, die mehrere Tausend Jahre alt werden können. Sie sind vor dem Aussterben bedroht, da ein eingeschleppter Parasit die Wurzeln tötet. Daher sind alle Kauri-wälder besonders geschützt und man muss sich vor dem betreten die Schuhe desinfizieren. Die Bäume, die dort standen waren ca. 800 Jahre alt.
– historische Schmalspurbahn – das war vielleicht das uninteressanteste der Reise. Diese Bahn hat jemand privat aufgebaut und dann wurde es irgendwie immer mehr und Freiwillige haben mitgemacht und jetzt ist es ein Tourismusziel geworden. Vielleicht hab ich auch was falsch verstanden. Jedenfalls war die Aussicht oben dann ganz gut… 🙂
Zurück ging es dann nicht mit der Fähre, da Flut und Wind zu stark geworden waren!? Wir wurden mit Bussen zurück nach Auckland gebracht. Hat nur wenig länger gedauert.

War insgesamt eine gelungene Reise mit einer weiteren Airbnb Übernachtung. Als nächstes kommt: Der Autokauf!

Shirahama

Von Kyoto ging es am 19. September mit der Bahn über Osaka zu einem kleinen Küstenort Namens Shirahama.

Meine Idee war am Anfang einen Ort zu finden, an dem man vielleicht noch Wellenreiten könnte. Allerdings war das Wetter einfach nicht so danach.
Zusätzlich heißt Shirahama soviel wie „weißer Strand“ und den Namen gibt es mehrmals in Japan. Den Ort, den ich eigentlich als Surf-Ort gefunden hatte,
habe ich also glorreich um ca. 150 km verpasst. Naja, wie gesagt: auch in dem anderen Ort hätte man aufgrund nicht vorhandener Wellen kaum surfen können und dieser
hatte auch wirklich einen schönen weißen Strand…

Ich habe die Zeit damit verbracht, lange zu schlafen, faul am Strand zu liegen, mir die wenigen Sehenswürdigkeiten anzusehen und verschiedene heiße Quellen auszuprobieren.
Es gab entlang des Strandes verteilt mehrere öffentliche, kostenlose warme Fußbäder mit warmem Wasser direkt aus der Erde. Teilweise roch es auch etwas „mineralisch“ (vielleicht Schwefel? bin nicht sicher).
Ein Highlight war das Open Air Onsen – ein Felsbecken in dem das heiße Wasser aufgefangen wurde. Männer und Frauen durch einen hohen Holzzaun getrennt, konnte man dort vor sich hin köcheln und aufs Meer schauen. Das war klasse!
Ab und zu kam tatsächlich der Koch äh, Bademeister vorbei und hat umgerührt! Kein Spaß! Das ist Natur und manchmal kühlt die Luft das Wasser nicht genügend ab. Man sollte auch nicht im Wasser einschlafen, so ca. 40-45 Grad ist die Temperatur. Man durfte absolut keine Fotos machen, der Koch hat auch aufgepasst 🙁 Deshalb habe ich zur Erinnerung die Info-Seite geknipst (Mit den drei Japanern).
Die Unterkunft hieß hier „Buddha Guesthouse“ und war dementsprechend entspannt. Drei Nächte hatte ich ein Vierer-Zimmer für mich alleine inklusive kleinem Balkon mit Blick aufs Meer.