Uluru und Red Centre

05.03. – 08.03:
Ich habe eine 3-Tages-Tour ins rote Zentrum des Kontinents gemacht. Man denkt vielleicht so was wie: „Ist doch nur ein großer Felsen mitten in der Wüste, so toll wird das bestimmt nicht…“ ABER: Es war der Hammer und sehr beeindruckend. Man kann das nicht so richtig beschreiben. Es ist viel mehr als ein Felsen in der Wüste. Es ist übrigens auch keine langweilige Wüste: Es gibt ne Menge Bäume (Wüsteneichen und weitere) und Tiere und es ist natürlich nicht komplett flach tausende Kilometer weit. Rund um den Uluru regnet es durchaus auch mal – daher kommen die dunklen Rillen an seiner Oberfläche und es war insgesamt sehr grün in der gesamten Gegend. Achja: Bis auf den Sand. Der ist tatsächlich richtig schön rot.
Die Tour hieß bezeichnenderweise „The Rock“- Tour und startete für mich am Flughafen Ayers Rock/Yulara. Geschlafen wurde zweimal auf Campingplätzen im SWAG, quasi ein großer Schlafsack in den man mit seinem eigenen Schlafsack kriecht. (und man hofft, dass nichts weiter mit hinein kriecht… Man könnte den SWAG auch komplett schließen, jedoch wird es dann zu warm) Positiv: Man sieht den wundervollen Sternenhimmel beim einschlafen!
Außer Uluru (Sonnenaufgang, Sonnenuntergang und Umrundung) haben wir Kata Tjuta (formerly known as Olgas) und Kings Canyon besucht. Jeweils mit langen staubigen Strecken im Kleinbus dazwischen. Vor allem Kings Canyon bei Sonnenaufgang war toll. Danach Fahrt nach Alice Springs (wo es einen gewaltigen Regenguss gab) und Übernachtung im Hostel. Die Gruppe mit der ich Unterwegs war, war ebenfalls lustig: Schweden, Japaner, Taiwaner, Tschechen und natürlich Deutsche.
Von Alice Springs ging es dann mit dem Flieger wieder zurück in die Zivilisation und zwar diesmal nach Melbourne.

Blue Mountains

02.03. – 04.03.
Ein drei-Tage Ausflug in die Blue Mountains. Etwa 1,5h von Sydney mit einer Zugfahrt zu erreichen liegt das kleine Städtchen Katoomba. Ich war vorher nicht ganz sicher, was mich eigentlich erwartet, aber im nach hinein war das ziemlich großartig! Es handelt sich bei den blauen Bergen um einen kleinen Gebirgszug, bewaldet mit Eukalytus Bäumen und durchzogen mit vielen teilweise hunderte Meter tiefe Felsklippen. Da das Gebiet recht unwegsam ist ist hat es Jahre gedauert einen Weg hindurch zu finden und auch heute gibt es eigentlich nur einen Weg für Auto und Bahn auf die andere Seite der Berge, wo dann Australien so richtig beginnt (irgendwann, ganz da hinten – ne noch n Stück…) Wenn ich es richtig verstanden habe: Sonne und Wärme + Eukalptus = Dunst über Wald erscheint bläulich aus der Ferne.
Das Hostel (YHA) war eins der besten Hostels auf der Reise, Katoomba klein und nichts besonderes und die Landschaft wunderbar. Ich habe kleinere Spaziergänge zu den „Three Sisters“ gemacht und eine Tageswanderung zum „Ruined Castle“ (war nie ein Castle, aber die riesigen Steinblöcke sehen aus der Ferne so aus) unternommen. Bei der langen Wanderung (~8h) habe ich meine ersten Giftschlangen kennen gelernt: Red bellied Snake und Brown Snake. Letztere wohl die zweitgiftigste Schlange der Welt. Brown Snake ist vor mir abgehauen, vor der anderen bin ich abgehauen (die kam langsam in meine Richtung). Ich habe wieder mal gemerkt, wie ähnlich ich Indiana Jones bin. (In allen anderen Eigenschaften außer der Angst vor Schlangen war das ja schon klar – mir fehlt ja eigentlich nur Peitsche und Hut).
Am 05.03. ging es dann früh im Zug zurück, denn ich musste ein Flugzeug in Sydney erwischen und zwar nach …

Australien

27.02. – 01.03.:
Und plötzlich ist man in Sydney, nach nur 3 Stunden Flug und 2 Stunden Zeitverschiebung geht das gefühlt in … 1 Stunde!

Ich habe mich natürlich nicht wirklich auf dieses nächste Land vorbereitet und hatte daher keine großen Erwartungen. Wobei: Sydney! Schon cool, dort zu sein…
Manch Leser(in) dieses Blogs ist ja der Meinung, es sei die schönste aller Städte. Mir hat sie sehr gut gefallen, jedoch werde ich vor meinem abschließenden Urteil, alle anderen Städte der Welt besuchen. Sydney im Moment in den TOP 5 der schönsten Städte der Welt würde ich sagen.

Was hab ich gemacht?
– Chinatown besucht, da in Laufentfernung zum Hostel. Ich fand das jetzt nicht soo dolle.
– kostenlose (Trinkgeld-basierte) Walking Tour. Das war gut zum Anfang und orientieren und die Tour an sich war auch gut gemacht. (Für Insider: Hyde Park, Macquarie Street, Botanic Garden, Circular Quay, The Rocks)
– Sydney Harbour Bridge zu Fuß überquert und in Kirribilli umgesehen. Der Blick zurück zeigt Opera House und Harbour Bridge.
– Fahrt mit der Fähre nach Manly (Manly Beach) und Spaziergang zu „The Spit“ und mit dem Bus zurück in die Stadt.
– Besuch von Bondi Beach. Eigentlich wollte ich surfen, war aber sehr spät dort und war dann nur sehr angetan von Strand, Klippen und einer guten Portion Fish&Chips 🙂
– Endlich wieder einkaufen bei ALDI (fast wie zuhaus) und Besuch beim „Lüneburger Bäcker“ (ich hab nachgefragt: es gibt mehrere Filialen in und um Sydney und die meisten Beschäftigten kommen aus Deutschland – Der Mohnkuchen war gut, Brot hab ich nicht getestet, weil …)

… es schon weiterging! Und zwar in die Blue Montains!

Fun Facts II New Zealand

Fun Facts New Zealand – Zum Abschied

* Seit dem 26.12.2017 habe ich 9-mal jeweils an einem Mittwoch ein 24h-Fasten gemacht. Verrückt, oder? Praktisch bedeutet das: am Dienstag Abend ist (ein etwas kleineres) Abendessen die letzte Mahlzeit bis Mittwoch Abend zur gleichen Zeit. Dazwischen gibt es Wasser, Tee oder Kaffee und Obst -> nicht mehr als 500 Kcal (Apfel/Banane haben je etwa 80 Kcal). Wenn man weniger als 500 Kcal in 24 Stunden zu sich nimmt, stellt der Körper wohl automatisch einige Hebel um und beginnt anders zu arbeiten/zu verbrennen. Am Anfang kostet es etwas Willensstärke, denn am Mittwoch Mittag kommt der Hunger! Aber irgendwann merkt man, dass man nicht unbedingt mehr braucht. Und wenn man Mittwoch Abends (normal, nicht zu viel!) isst, merkt man, dass man auch mit wenig prima klar kommt… Ist mehr ein Test/Experiment. Ist auch nicht zum abnehmen gedacht, sondern eher zum entschlacken/“entgiften“ und zum Nachdenken, wieviel nd was man eigentlich so isst. Ein Mann auf einem Campingplatz in Nelson hat mir davon vorgeschwärmt und macht das so seit 20 Jahren.
-> At least: I’m not getting a vegetarian! 😉

* Ein Mensch, der auf einer Welle auf einem Surfbrett stehen bleibt und die Zeit hat „Shaka“ bzw. „Hang Loose“ zu zeigen, darf sich offiziell als „Surfer“ bezeichnen. (1. Raglan Surf Regel -> Yeah! Na gut, aufgeschrieben ist das nirgendwo, aber das wird so mündlich an die weiter gegeben, in denen die Macht stark ist… 😉 )

* Es gibt Kino am anderen Ende der Welt: „Captain Fantastic“, „Three Billboards Outside Ebbing“, „Star Wars – The Last Jedi“, „Murder on the Orient Express“, „Blade Runner 2049“ (Bis auf Star Wars – hier fehlte die Macht etwas – empfehle ich alle wärmstens)

– Ich schleppe seit dem 2.12. eine Ukulele mit mir rum und kann erst ein Lied (auch nur so halb). Manchmal muss man das einfach mal aufschreiben, vielleicht wirds jetzt besser! Eine besondere Wirkung auf Frauen scheint die Ukulele alleine auch nicht zu haben… Vielleicht muss man das Instrument doch spielen?! Immerhin kommt sie immer prima als zweites Handgepäck im Flieger mit.

* Ich habe mind. sechs Hitch-Hikern zu einer wunderbaren Mitfahrt verholfen und bin selber dreimal mit genommen worden. Klingt gar nicht viel, aber vorher hab ich das ungefähr 0 mal gemacht…

* Mit vier verschiedenen Autos zwischen 23.10. bis 24.02. ca. 8000km gefahren.

* In der gleichen Zeit knapp 200km gewandert (nur die Mehrtagestouren gerechnet)

* Für eine Mehrtages-Wandertour hat sich bei mir als Proviant bewährt:
– Frühstück: Apfel/Obst, Müsli, Milchpulver
– Lunch: (gutes)Brot/Pita mit Camembert/Salami oder/und Reste vom Vortag(sowas wie Nudel-Gemüse-Pfanne – kann man auch kalt essen)
– Snack: Müsli-Riegel, Studentenfutter, Kekse, Schoko (am besten aufheben für zuletzt oder die schwierigste Etappe! – Schwierig wenn es warm ist…)
– Dinner: Pasta/Reis-Fertiggerichte, bei denen nur noch heißes Wasser fehlt. Teurere Variante: Dehydrated Backpacker Meals (getrocknet, nur kochendes Wasser dazugeben und 10 Minuten warten)
– Getränke: Wasser, Kaffee
WICHTIG: Man will nie mehr der einzige in der Hütte sein, der KEINEN Alkohol dabei hat. Beiß in den sauren Apfel und schlepp mindestens zur ersten Hütte eine Flasche Bier oder Wein! … Geschickt in der Mitte des Backpacks bleibt Bier sogar angenehm kühl 🙂

* Sweet as, bro!

Coromandel, Tauranga und der ganze Rest

16.02. – 27.02.: Da ich keine Lust hatte, die letzten 11 Tage noch auf einen Bus angewiesen zu sein, habe ich nochmal eine Woche ein Auto gemietet. Das Wetter war die letzten Tage nicht schlecht, aber wechselhaft…

Die Coromandel Halbinsel hatte ich nur einen Tag gesehen, daher zuerst dorthin. Meine geplant letzte Tageswanderung fiel ins Wasser: angekommen am Visitor Center erklärte mir die nette Dame, dass vom Visitor Center aus alle Tracks unpassierbar seien aufgrund von Unterspülungen und kaputten Brücken. Man hätte sich die 15 km Schotterpiste sparen können, wenn man die Webseite richtig gelesen hätte. Ich hatte mich nur gewundert, dass man wochenlang nicht in der Hütte übernachten konnte -> muss sehr beliebt sein die Strecke! (oder eben gesperrt 😉 ) Kürzere Wanderung zu Kauri Bäumen war aber möglich. In Thames habe ich 2 Nächte im 8-Bett Zimmer übernachtet (gehörte zum Campingplatz) – ich war lustigerweise 2 Nächte alleine dort.

Eine weiterer Aufenthalt in Hahei war sehr schön und am morgen bin ich um 4:30 Uhr aufgestanden um mir vor der Flut zum zweiten mal einen Pool am Hot Water Beach zu buddeln. Das war cool im warmen Wasser die Wellen mehr zu hören als zu sehen und langsam die Sonne aufgehen zu sehen. Wasser war teilweise heiß – ich musste immer wieder mal „umrühren“ – und es waren außer mir noch 4 andere Menschen dort. Länger als ne Stunde hab ichs nicht ausgehalten: Hab mich dann nochmal knapp 2 Stunden hingelegt 😉

Dann kam die „Bay of Plenty“, die ich bis dahin komplett ignoriert hatte. Schwierig. Die Stadt Tauranga ist recht groß und es ist viel los (Business: Ich glaube der größte Hafen in Neuseeland, wenn ich nicht irre). Um den Mount Maunganui war es zwar touristisch aber auszuhalten. Surfen kann man dort auch gut, aber das Wetter war wieder sehr wechselhaft. In den Hostels viele Backpacker, die zum arbeiten länger dort sind (Gerade im Angebot: Avocado pflücken!). Weiter im Osten wird es dann schnell einsamer. In Opotiki war ich wieder alleine in einem 6-Bett Hostelzimmer. Toller, wilder Strand und der Nordteil vom XXX National Park, wo ich ja meinen ersten Great Walk hatte. Somit schließt sich mein Neuseelandkreis hier.

Zurück in Auckland hatte ich noch ein paar Tage in denen ich unter anderem Lin Zhao wieder getroffen habe (Bekanntschaft vom Kepler Track, ein Chinese, der in Christchurch arbeitet) und bin auf Rangitoto rum gewandert. Das ist der frischeste aktive Vulkan direkt vor Auckland. Vor 600 Jahren hat der Ausbruch diese kleine runde Insel geformt. Btw: Es ist nur die Frage „Wann“ und nicht „Ob“ in und um Auckland erneut ein Vulkanausbruch stattfindet. Es wird vermutet, dass der nächste eher ein ziemlich großer Ausbruch sein wird…

Das war es mit New Zealand. War sehr schön. OK, untertrieben. Aber ich bin müde. Vielleicht gibt es nochmal eine Zusammenfassung?!

Raglan

11.02. – 16.02.:

### STOP
Aufmerksamen Lesern fällt womöglich die zeitliche Lücke zwischen Superbowl und Raglan auf.
Lösung: Ich war faul in Auckland, bin ins YHA Hostel umgezogen (wo man kein eigenes Toilettenpapier benötigte), war wie geschrieben in Devonport, war im Maritimen Museum (naja), war im Kino („Three Billboards outside Ebbing, Missouri“ – lohnt sich!) und weiterhin noch ein bisschen faul.
### WEITER

Dann ging es nach Raglan zum surfen! Ich habe mir nochmal einen Surfkurs gegönnt und war insgesamt 4 Tage im Wasser. War sehr cool und ich kann es jetzt deutlich besser. Am dritten Tag war ich der einzige „Schüler“ und Tom der Surflehrer ist mit mir immer wieder weiter raus gepaddelt und wir haben die größeren Wellen genommen – Ich war so kaputt danach 😉 Raglan ist eine der Hochburgen zum Surfen in New Zealand. Sehr entspannte und angenehme kleine Stadt. Sehr viel Öko und Nachhaltigkeit überall. Im „Hostel“ Solscape ein veganes Restaurant, Yoga-Kurse, eigener riesiger Gemüsegarten und Übernachtung in umgebauten Zugwagons oder Tipis. Sehr gute Stimmung und Abends mal ein kleines Konzert oder kostenloser Film: „Captain Fantastic“. Eine sehr schöne Woche mit sehr durchwachsenem Wetter.

Concert & Clown

Am 03.02. kam ich Mittags in Auckland an. Kurz eingecheckt (hab für 30$ am Tag ein Einzelzimmer über Booking.com gefunden, wieder wie schon hier Chinesen als Vermieter – ein bisschen merkwürdig – anscheinend wurde erwartet, dass jeder sein eigenes Toilettenpapier mitbringt -, aber günstig und ruhig) und dann sofort los mit der Bahn Richtung Stadion.

-> Foo Fighters und Weezer Live in Concert!

Kurz zusammengefasst: Fantastisch!
Na gut etwas länger: Weezer haben mir etwas Leid getan. Achja ich hab noch nicht erwähnt, dass es den ganzen Tag (und Nacht) geregnet hat. Wegen des Regens und dem Umstand, dass es noch hell war, hatte Weezer es schwer Stimmung zu machen. Viele Zuschauer sind einfach sehr lange in den trockenen Zelten geblieben. Ich nicht. War trotzdem cool, Weezer mal Live zu sehen. Unter anderem: Undone – The Sweater Song, Where Is My Mind? (Pixies cover), Hash Pipe, Beverly Hills, Buddy Holly, Say It Ain’t So
Zum Abschluß und von allen als Aufmunterung empfunden: „Island in the Sun“ im strömenden Regen …
Dann kamen ziemlich bald die Foo Fighters. Dave Grohl hatte super Laune und war völlig baff, dass so viele bei dem „Fucking Weather!“ da waren. Achja, hab ich das Wetter schon erwähnt? – Es hat komplett durch geregnet, so nass war ich noch nie… Ein Lieblingsspruch von Dave war, dass die Foo Fighters bei ihrem letzten Auftritt in Auckland ein Erdbeben verursacht und den Regen vertrieben hätten. (Beides hat diesmal nicht geklappt.) Trotzdem 3 Stunden super Stimmung mit allen Hits, vielen Solis und Coverversionen von Kiss, Queen und Alice Cooper. Letzter Song: Everlong!

Also hat sich ziemlich sehr gelohnt. Nur den einen oder anderen von euch (ja auch Dich zum Beispiel!) hätte ich mir noch an meiner Seite gewünscht … Einer dieser Momente auf der langen Reise, wo ein paar gute Freunde fehlen… … und geregnet hat das! Frag nicht nach Sonnenschein! Zum Glück war wenigstens nicht kalt.

Am 05.02. war dann Superbowl angesagt, welches ich ja die letzten Jahre immer gesehen habe. Nun also das erste mal Tagsüber! Ich war am Hafen in einem Irish Pub, es gab Fish&Chips und einige Bier. -> Ist eigentlich besser als Sonntag-Nachts und dann den Montag freinehmen! 🙂
Mit an meinem Tisch saß: Shiven der Clown! Sehr interessanter 78 Jahre junger Mann. Dass er Clown ist, kam jedoch erst im Laufe des Gesprächs heraus. Dass er in Deutschland geborener Neuseeländer ist auch. Da wir nichts vor hatten, haben wir uns für den nächsten Tag in Devonport verabredet, wo ich noch nicht gewesen war. Ein netter Stadtteil auf der anderen Seite des Hafens. Gunter (so heißt er wirklich auch) hat z.B. Uwe Seeler kennen gelernt, mit Erich Ribbeck zusammen Sport studiert und war in den Anfangsjahren der Bundesliga Radio-Kommentator. Lehrer war er auch noch ne Weile und dann ist er Clown geworden. -> Clown Shiven Sehr interessant und ne lustige Bekanntschaft. Ein Foto hab ich dazu leider nicht.

Rental Car Relocation

26.01. – 02.02.:
Ich war also Autolos in der großen Stadt. Was lag näher als sich ein Auto zu besorgen?
Den Tipp, den ich schon zweimal bekommen hatte einfach umgesetzt: „Rental Car Relocation“ von Christchurch nach Auckland.
(Nach der Hochsaison im Jan/Feb sind nämlich immer viel zu viele Autos im Süden. Es werden also Leute gesucht, die die Wagen nach Norden fahren. Man zahlt nur den Sprit, den man verbraucht – Hat gut geklappt! 🙂 )

Ich habe einen Toyota Corolla und einen Mitsubishi Outlander nach Nelson (Toyota) und dann von Nelson nach Auckland (Mitsubishi) gebracht. Dafür hatte ich 2 bzw. 4 Tage Zeit.

Auf der ersten Etappe bin ich nochmal über den Arthurs Pass gefahren und habe mir den Rest der Westküste angesehen: Punakaiki war schon toll. Wilde Küste, tolle Küstenstraße und die berühmten Pancake-Rocks.

Weil es mir vorher schon gut gefallen hatte, bin ich dann noch mal an die Golden Bay gefahren. (Ohne eigenes Auto schon schwieriger: Bus-Shuttle und Anhalter waren die Lösung – aber alles easy) Ein paar Tage hatte ich noch Zeit, bevor es weiter nach Auckland gehen sollte. Ein bisschen ausruhen am Strand… Ich war so relaxed, dass ich mich plötzlich in meiner ersten Yoga-Stunde wieder gefunden habe. Aber es tat nicht weh. Farewell Spit, die nördlichste Stelle der Südinsel habe mir diesmal noch angesehen: Fantastische Aussicht und tolle Strände mit Seehund-Babies. Die gesamte Fahrt per Anhalter hin und zurück. Hab ich vorher noch nie so gemacht. Ein Deutscher mit englischer Mutter, ein Paar aus Minnesota und zwi französiche Backpacker im Campervan (ich liegend hintendrin 😉 ) waren interessante Reisebegleiter. Vorher hatte ich immer Leute mitgenommen mit meinem Auto…

Dann weiter über Nelson, Wellington, Rotorua mit jeweils Kurzaufenthalt nach Auckland. In Picton endlich die Bornholm-Fähre (Straitsman) für den Chef nicht nur geknipst sondern auch noch für die Überfahrt benutzt!

Warum eigentlich so schnell nach Auckland? Ich sag nur FF und W …

Westcoast Glacier

18.01. – 25.01.:
Nachdem mir klar geworden war, dass mein Auto nicht mehr 3000$ Wert war mit einem kaputten Getriebe, war die nächste Frage im Kopf: Kann ich überhaupt noch mit der Kiste fahren, ohne dass sie irgendwo in der Pampa ganz stehen bleibt? Ich habe mich (erstaunlich schnell für meine Verhältnisse) entschieden bis Christchurch weiter zu fahren – Aus Trotz aber den Umweg über die Westküste und damit 2 Gebirgspässe zu nehmen. Ob das klug war? (Christchurch, weil ich das Auto in Wanaka wohl kaum losgeworden wäre)

Da das kaputte Auto meine Pläne etwas durcheinander gebracht hatte und ich mit Gedanken aktuell eh schon in Australien bin: Ab hier etwas komprimiertere Beiträge…

– Erinnerung: Auto fährt max. 60 km/h im zweiten Automatik-Gang. Bergab im Leerlauf durchaus 110 km/h 😉

– Sobald ich über den ersten Pass (Haast) kam (erstaunlich einfach, weil so viele Touristen langsam fahren, bin ich gar nicht aufgefallen) war die Landschaft komplett grün, die Wasserfälle prall gefüllt und Regen in der Luft (immer mal wieder).

– Fox und Franz-Josef-Glacier waren sehr interessant. Vom Palmen-/Regenwald direkt zum Schnee-/Eisfeld: Gibt es sonst nur noch einmal auf der Welt, in Patagonien. Der berühmte Spiegeleffekt am Lake Mathesen fiel ins Wasser: Regentag mit tief hängenden Wolken und Wind. Am Franz-Josef-Glacier habe ich eine geführte Tour mitgemacht. Wir kamen etwas näher an den Gletscher und uns wurde das ganze Gebiet genau erklärt. Hat sich gelohnt. Andere sind teuer mit dem Hubschrauber auf den Gletscher und durften 10 Minuten auf dem Eis stehen – Ich stells mir nicht so gut vor…

– Weil es so gut lief: Nächster Pass und ab Richtung Christchurch – Der Arthurs Pass. Hier bin ich fast am steilsten Stück stehen geblieben, da es aus dem zweiten Gang nicht in den ersten ging… Zum Glück bin ich wieder nicht aufgefallen, da ca. 500m vor mir ein LKW ähnliche Probleme hatte und somit alle unendlich langsam waren. (Dagegen sind die Kasseler Berge ein Klacks! Aber das steile Stück ist nur sehr kurz…)

– Kein Wandern da das Wetter schlechter wurde. Ein kurzer Spaziergang zum „Devils Punchbowl“ war noch drin.

– Gut angekommen in Christchurch und Rekord im Benzinverbrauch: 13,2 Liter/100km

– Keine Lust mehr auf das Auto und lange Verhandlungen gehabt und den guten Nissan für 160$ an einen Hostel-Besitzer/Campervan-Verkäufer gegeben. Naja…

– Beim zweiten mal war CH-CH irgendwie netter und angenehmer – Gib jedem eine zweite Chance! 😉

Wanaka

13.01. – 17.01.:
Auf der Fahrt nach Wanaka ging plötzlich meine Automatik-Schaltung nicht mehr. Mehr als der zweite Gang ging nicht mehr und schneller als 60kmh hörte sich verboten laut an. Ich bin also langsam weiter und kurz vor Wanaka ging es plötzlich wieder… Kein gutes Zeichen.

Ich hab das Auto dann erstmal stehen gelassen und bin 2 Tage in die Berge – Mount Aspiring und Rob Roy Glacier. Das war eine recht einfache Wanderroute aber mit toller Landschaft. Es sind zwar nicht die großen Gletscher der Westcoast, aber dennoch sehr beeindruckend. Übernachtung in der Mt. Aspiring Hut und am nächsten Tag wieder zurück nach Wanaka. Irgendwie fühle ich mich verändert in dieser Landschaft, ich weiß nicht ob man es mir auch ansieht auf den Bildern?

Wanaka ist ein hübscher kleiner Ort mit großem See und musste natürlich im Hostel mit dem grandiosen Namen „Wanaka Bakpaka“ einkehren. (Selbst wenn es nicht das bestbewertete Hostel im Ort gewesen wäre, hätte ich das gemacht 😉 )

Außerdem in einem putzigen Kino mit ca. 25 Sitzen „The Last Jedi“ gesehen – und ich durch Glück mit dem „Naughty“-Sitz (hinten links in der Ecke eine Art Zusatz Sessel) die letzte Karte ergattert. Film war okay…

Am 17.01. war dann endlich ein Termin in einer Werkstatt für mein Automatik-Getriebe, dass weiterhin nicht richtig funktionierte: Reparatur zu teuer bei dem Wert des Autos! Der Mechaniker meinte, dass es halt so fährt wie es fährt, aber nach und nach schlimmer werden wird… Das war mal ne blöde Geschichte (zwar gleich Maik gefragt, ob er noch ein altes Nissan Getriebe vom „Sunny“ hätte: Aber auch keine Glück!) …