Nachtrag Teil 2

Nachdem mit dem Auto alles geklärt war, war es spät. Ich habe etwas südlich von Auckland eine Möglichkeit zu campen gefunden: Ein eingezäunter Bereich hinter einem Irish Pub – Bier und Essen 10% Rabatt. Was will man mehr?
Dann gings weiter Richtung Süden an Hamilton vorbei über Cambridge zum nächsten Campground. Diesmal mit eigenen Hot Pools. Diese kurzen Fahrten deshalb, weil ich dann am 09.11. morgens in Hobbiton war! Das ist quasi der Drehort für alle Szenen, die im Hobbitdorf spielen (Der Hobbit & Herr der Ringe). Es war – wie mir schon erzählt wurde – teuer und eigentlich den Preis nicht Wert. Aber trotzdem irgendwie schön 🙂

Als gings nach Roturua, einer Stadt in der es die ganze Zeit nach Schwefel riecht. Dort bin ich einige Tage geblieben. Erstens weil ich mal nicht jeden morgen packen wollte, zweitens weil ich die Stadt und Umgebung interessant fand und drittens weil ich meinen ersten „Great Walk“ planen wollte. Also mal ein Hostelbett für 4 Tage. Beim herum laufen in der Stadt: Überall rauchende Stellen, kochende Wassertümpel oder auch heiße Schlammtümpel. Es heißt es wäre sicher dort zu wohnen, das das Vulkangebiet dabei ist abzukühlen. Mir kam es trotzdem sehr abenteuerlich vor… Ich bin auch noch ein paar KM vor die Stadt gefahren und habe mir WaioTapu angesehen. Sehr cool, besonders der „Champagner-Krater“.

Dann habe ich angefangen meinen ersten Great Walk vorzubereiten. Die DOC Mitarbeiterin war erst am Montag wieder da, also habe ich noch nichts fest gebucht, jedoch schon alles vorbereitet. Am Dienstag sollte es los gehen…


Edit sagt: Das Problem ist die neueste PHP Version. Da ist ein Bug drin, der die NEXTGen Bilder-Galerie zum Absturz bringt und manchmal auch die ganze Seite… Ich habe jetzt eine ältere PHP Version aktiviert. -> Wer Interesse hat (und wer hat KEIN Interesse??): https://bugs.php.net/bug.php?id=75573
-> Daher kamen die Server-Fehler Nachrichten und die Seite hat manchmal nicht geladen. (Reload hilft aber oft komischerweise…)

Nachtrag Teil 1

Da ich ja etwas hinterher hinke mit meinem Blog, fasse ich jetzt einige verschiedene Sachen zusammen. Macht glaub ich eh Sinn.

Nach dem Autokauf am 23.10. habe ich mich entschlossen, die Tage bis zum Rugby League World Cup Spiel (NZ vs. Tonga, 38:8) in Nord-Auckland zu verbringen. Dazu hab ich über Booking.com ein Privatzimmer gemietet. War recht günstig, die meiste Zeit war ich alleine in einem großen Haus auf einer Klippe. Wurde von Chinesen vermietet. Irgendwie strange, aber war erholsam.

Außer mal etwas faulenzen und ausschlafen habe ich mein Auto und alle Teile darin genau unter die Lupe genommen und sauber gemacht. Ich war schwimmen (also nicht baden) im Hallenbad – man merkt die Wochen in denen man nichts macht… 😉 . Dann das Rugby Spiel – War übrigens cool. Sehr entspannte Stimmung, viele Frauen und Kinder im Stadium. Komische Würstchen gabs, die „German Bratwürste“ genannt wurden. Komischerweise hatte Tonga mehr Fans als NZ – weiß nicht genau warum… Vielleicht halten alle Maori zu den Inselstaaten? Naja, mittlerweile ist NZ im Viertelfinale gegen Fiji rausgeflogen…

Dann kamen zwei Tage Strand in Muriwai Beach: Tölpel-Kolonie fast zum anfassen, erste Nächte im Auto (sehr OK) und natürlich Wellenreiten! Sehr cool war das. Ich hab zur Sicherheit einen Auffrischungskurs gebucht. Der Surflehrer ist mit mir und einem Franzosen dann in die Wellen. Das war ein Intensivkurs in 2 Stunden. Wie gesagt sehr cool und 90% auf dem Brett gestanden (mit Hilfe des Surfgurus 🙂 )

Dann hoch ungefähr dem Twin Coast Highway folgend nach Waitangi/Paihia an die Bay of Islands. Museum angesehen – Hier wurden historische Verträge zwischen England und den Maori unterzeichnet, die heute fragwürdig aber noch rechtskräftig sind.

Cape Reinga (der nördlichste Punkt der Nordinsel) habe ich mit einem Busunternehmen gemacht von Kaitaia aus. Das war besser als selber fahren. Der Busfahrer war spassig und konnte viel erzählen zum Land und Kauri-Bäumen. Außerdem konnte er mit dem 4-Rad Antrieb zurück den 90-Mile Beach fahren. Bei Ebbe ist der Strand wie eine Autobahn und man kann dort – mit Vorsicht – ca. 100 kmh fahren.

Nach noch mehr Kauri-Bäumen auf der Westseite kam ich dann wieder in Auckland (Auto-Probleme – siehe vorherigen Post) an. Kauri = können sehr groß und sehr alt werden. Wurden aber von den Europäern fast ausgerottet. In den letzten Jahren bedroht dann noch ein Pilz die empfindlichen Bäume. Es gibt einen, den Tane Mahuta, der älter als 2000 Jahre sein soll. Hab ich natürlich angesehen. Sehr beeindruckend diese Bäume, vergleichbar mit den Redwoods in California.

Da das mit Auto länger als geplant dauerte, bin einfach noch mal zum surfen nach Muriwai Beach. Wellen und Wetter nicht ganz so gut, aber machte trotzdem Laune.

Coromandel

Während der Freiwilligenarbeit habe ich mich mit Forian und Corinna zu einem Wochenend-Ausflug auf die Coromandel-Peninsula verabredet. Das haben wir dann auch direkt am 20.-21.10 gemacht. Mit der Fähre von Auckland nach Coromandel, dann mit dem Bus über die Halbinsel. Wir haben das der Einfachheit halber im Paket gebucht und folgendes gesehen/erlebt:
– Hot Water Beach – Hier tritt heißes Wasser direkt am Strand aus dem Boden. Bei Ebbe kann man sich seinen eigenen Pool graben und sich ins warme Wasser setzen. Haben wir gemacht. Schaufeln bekamen wir auch vom Busfahrer. Insgesamt hätte man sich das besser vorgestellt. Es war halt sehr voll und manche graben einem dann das Wasser weg. Ein Hauen und stechen. Aber trotz alledem ein toller Strand. Man könnte dort auch surfen – ich war immerhin kurz schwimmen *brr* …
– Cathedral Cove – Eine beeindruckende Felsformation. „Awesome!“ würden die meisten Kiwis sagen, die wir so getroffen haben. Hier wurde wohl auch eine Szene von Narnia gedreht – Nicht mein Film.
– Kauri Wald – Kauris sind Bäume, die mehrere Tausend Jahre alt werden können. Sie sind vor dem Aussterben bedroht, da ein eingeschleppter Parasit die Wurzeln tötet. Daher sind alle Kauri-wälder besonders geschützt und man muss sich vor dem betreten die Schuhe desinfizieren. Die Bäume, die dort standen waren ca. 800 Jahre alt.
– historische Schmalspurbahn – das war vielleicht das uninteressanteste der Reise. Diese Bahn hat jemand privat aufgebaut und dann wurde es irgendwie immer mehr und Freiwillige haben mitgemacht und jetzt ist es ein Tourismusziel geworden. Vielleicht hab ich auch was falsch verstanden. Jedenfalls war die Aussicht oben dann ganz gut… 🙂
Zurück ging es dann nicht mit der Fähre, da Flut und Wind zu stark geworden waren!? Wir wurden mit Bussen zurück nach Auckland gebracht. Hat nur wenig länger gedauert.

War insgesamt eine gelungene Reise mit einer weiteren Airbnb Übernachtung. Als nächstes kommt: Der Autokauf!

Freiwilligenarbeit Teil 2

Freiwilligenarbeit
13.10.-20.10.: Waharau Regional Park
Am Freitag den 13. sind wir zurück nach Auckland ins Büro der Conservation Volunteers gefahren und in etwas neuer Gruppenaufteilung ging es weiter (ein deutscher Junge und ein britisches Mädchen dazu). Das Wochenende wurde diesmal in Auckland verbracht, wenn auch in einem Randbezirk namens „Titirangi“. Man konnte also das Wochenende in der „Zivilisation“ verbringen.

Am Montag gings nach Waharau, ca. 100km südöstlich von Auckland. Unterkunft war OK. Sophie – unserer Teamleiterin – merkte man leider hier und da an, dass es ihre erste Woche als Teamleiterin war. Aber es war noch in Ordnung. Wir haben hier hauptsächlich die Wege im Park geprüft und ausgebessert = Es gab nicht viel zu tun. Eine Regenrinne entlang eines abschüssigen Teil eines Weges inkl. Abwasserrohr verlegen haben wir in einem Tag geschafft – Eigentlich sollte es mind. zwei Tage benötigen. Einen Vormittag haben wir am Strand Müll und Unrat beseitigt und einen kleinen Teil Parkgelände von Unkraut befreit. Mit dem Park Ranger Frank, der sehr nett war, konnte man gut reden und wir haben einiges gelernt. Trotzdem haben wir meist etwas früher Feierabend gemacht, haben einen Nachmittag in den „Miranda Hot Pools“ verbracht und uns einen Wasserfall auf der anderen Seite des Parks angesehen.

Beide Wochen waren völlig unterschiedlich, aber jeweils interessant. Man kann diese Volunteer Tätigkeit auch direkt in New Zealand anfragen und „buchen“. Das läuft dann direkt über das DOC (Department of Conservation). Ich habs nicht probiert, aber das könnte meiner Meinung nach sinvoll(er) sein. Allerdings kann man das wahrscheinlich nicht Monate im voraus planen. Und wahrscheinlich sind es eher einzelne Tage… Für Menschen direkt nach dem Abi ist das Buchen so wie es gemacht habe (Travelworks) bestimmt ne gute Sache und für mich waren die zwei Wochen auch OK, da erst mal für alles gesorgt wurde und man „ankommen“ konnte.

Freiwilligenarbeit Teil 1

Freiwilligenarbeit
Erste Woche 6.10. – 13.10.: Atiu Creek Regional Park
Treffpunkt am Freitag um 11 Uhr in Auckland im Büro der Conservation Volunteers. (wieder mit Uber gefahren, weil ich den Bussen nicht vertraut habe 😉 )
Mit Bruce, unserem Teamleiter, ging es im Kleinbus ca. 2h nördlich von Auckland in den Atiu Creek Regional Park. Wir waren 5 deutsche, ein Belgier (lebt jedoch in Bayern) und eine Schweizerin. Sprache also: Deutsch 😉
Das Wochenende ist immer Freizeit und zu freien Verfügung. Es wurde erst mal eingekauft fürs Wochenende und am Montag dann mit Essensplan für den Rest der Woche. Da wir vorher nicht wussten, dass der nächste Ort 17 km weg sein würde und wir nicht so ohne weiteres zurück nach Auckland konnten, waren wir also „gefangen“ im Park… Es war aber ein sehr schönes „Gefängnis“ mit toller Natur und Wanderwegen und Mandarinen-, Orangen-, Zitronen- und „Marakuja-Bananen-Frucht“-Bäumen im Garten wachsend (alles reif nd lecker!). Es war die Herr-der-Ringe-Trilogie sowie der Hobbit Teil 1&2 vorhanden und alle wurden geschaut.

Es stellte sich heraus, dass Florian (der belgische Bayer) im echten Leben Koch war und so hatten wir die folgenden Tage sehr leckeres Essen. Auch Bruce war sehr zufrieden, konnte er doch echte Schauergeschichten von den Mahlzeiten zuvor erzählen…
Die Arbeit bestand dann in der Woche von 8 Uhr bis ca. 16 Uhr aus dem umpflanzen von kleinen Baumtrieben in größere Behälter. Das war die Hauptaufgabe (wir haben etwa 1,5 Tonnen Erde bewegt!). Ebenfalls gemacht: Gestrüpp und Unkraut entfernt mit Sägen, Heckenscheren und Muskelkraft. Außerdem haben wir ein Gatter, durch das die Schafe nicht kommen können neu gebaut/ausgebessert. (Der Park ist immer mal wieder von Schafweiden unterbrochen) In Zukunft sollen jedes Jahr 30.000 Bäume gepflanzt werden (Original Einheimische Baumarten – hauptsächlich Beeren-tragend zum vermehrten Anlocken der einheimischen Vögel). Den Park gibt es erst seit ca. 10 Jahren und wenn weiter so viele Bäume jedes Jahr dazu kommen, lohnt ich ein Besuch in den nächsten Jahren garantiert noch mehr. Geheimtipp!

Kuala Lumpur

28.09. – 02.10:

[bei dem kostenlosen WordPress-Landkarten-Plugin ist Malaysia nicht dabei… Googelt also selber wo das liegt! Ihr alle! Du auch!]

Warum nicht von Japan über Malaysia fliegen, und warum nicht ein paar Tage da bleiben? Kostet nicht mehr (zumindest vom Flug her) und Zeit hatte ich ja!
Hotelzimmer genommen direkt an den Twin Towers (Petronas) und auf eine Taxifahrt in der Stadt verzichtet. Eben direkt mit dem Shuttle-Train zum Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn Richtung Hotel. Klappte auch alles sehr gut. Nur einmal kurz in die falsche Richtung gelaufen – zum Glück war der Umweg überdacht. Es regnete nämlich ziemlich. Zum Abendessen aus Bequemlichkeit ins zum Hotel gehörige japanische Restaurant (ich war noch so „drin“ im japanischen) – das hätte ich aber nicht machen sollen: Es schmeckte schon komplett anders/schlechter… 🙁
Was habe ich gemacht in „KL“, wie wir Weltenbummler sagen?
– Besuch der Petronas Towers und Umgebung (waren mal die höchsten Gebäude der Welt – naja das klingt so irgendwie langweilig… In „Verlockende Falle“ ist hier Catherine Zeta-Jones über ein Seil von einem Turm zum anderen balanciert! Besser 😉
– Am Wochenende war gerade Formel 1 in der Stadt. Bin ja kein Fan davon, aber an den Petronas Towern hatten sie einiges aufgebaut. Ist ja Quasi der Hauptsponsor. Trotzdem fand ich es nicht so interessant. (Es standen Rennautos rum, und man konnte zum Beispiel Reifenwechseln üben…) Es waren aber tatsächlich viele Touristen nur deswegen in der Stadt (auch viele deutsche).
– Batu Caves besucht: Am Stadtrand eine riesige Höhle, die eine Art riesiger Tempel ist. Mit einer der größten Tempel-Statuen der Welt. (Diese Superlative müsste man eigentlich alle immer überprüfen! Verdächtig, dass überall „das größte“, „das älteste“ usw sein soll!? Naja) Beeindruckend trotzdem & mit vielen Affen davor. Kokosmilch gabs für ein paar Cent direkt aus der Nuss und mit Strohhalm.
– Crap Island Tagesausflug: 45 Minuten mit der S-Bahn, 45 Minuten Boot/kleiner Fähre durch die Mangroven. Dann ein kleines Fischerdorf auf Stelzen, in dem es – wen wunderts – hauptsächlich um Krabben ging. Bin einfach so hin, ohne eine Tour zu buchen oder ähnliches. Und das war das eigentlich interessante daran. War auf jeden Fall angenehmer als in der Riesenstadt im Zentrum.
– verschiedene malaysische Gerichte getestet
– Stadtrundfahrt mit dem Hop On, Hop Off Bus.
– Die National Moschee besucht. (Ungläubige) Touristen dürfen nur zu bestimmtem Zeiten rein. Alle, die in kurzer Hose oder Kleid o.ä. kommen, müssen ein Leihgewand anziehen und Frauen ihre Haare bedecken. Ich hatte Jeans und T-Shirt an – das war vollkommen ok.

Gelernt: malaysische Küche ist meist sehr scharf, aber durchaus lecker (ähnlich wohl der thailändischen Küche). Ich habe aber am letzten Tag wohl irgendetwas nicht gut vertragen, und erinnerte mich dann noch in Auckland an das Essen in Malaysia. Naja, kann ja nicht alles super laufen: mir ging es zwar nicht sehr schlecht, aber auch nicht sehr gut 😉

Was gibt es zu Kuala Lumpur noch zu sagen? Es war warm. Nein, schwül-heiß. Die Klimaanlagen waren dagegen der Antarktis nachempfunden.
Positiv: Es hat öfter mal geregnet, und der Regen war dann ebenfalls warm 😉
Es war deutlich anstrengender und hektischer als in Japan. (Vom Klima her und von den Menschen) Es mag anders sein, wenn man aus der großen Stadt raus kommt und etwas unterwegs ist in Malaysia. Das müsste/sollte man noch mal testen. (Auf Crap Island war das zumindest schon viel entspannter…)

Nikko und Sayōnara Japan!

25.09. – 26.09:
Am letzten Gültigkeitstag meines Japan Rail Passes habe ich den Pass noch einmal richtig genutzt. Zumindest war es die teuerste Fahrt (wenn ich die Tickets einzeln bezahlt hätte) von Osaka nach Kinugawa-Onsen, nördlich von Nikko. Von Nikko aus, das letzte Stück fährt nur noch eine Privatbahn, die ich extra zahlen musste (nur ein paar Euro).

Der Japan Rail Pass hat mich 346€ für 14 Tage gekostet. Ich habe meine Fahrten mal zusammen gerechnet: Ich komme auf eine Summe von 475€. Hat sich also gelohnt. Man hätte auch noch deutlich mehr fahren können, Zeit hätte ich ja ein wenig gehabt. Wenn man ein bisschen guckt, kann man auch prima in den Städten damit verschiedene Strecken fahren und hab ich bestimmt auch noch ein paar € gespart. Außerdem wird man immer nett durchgewunken an den Drehkreuzen und kontrolliert wurde ich nur einmal und da war es die Platzreservierung, die den Schaffner interessiert hatte.

In Kinugawa-Onsen habe ich mir für zwei Nächte ein Ryokan gegönnt (inkl Halbpension ~100€ pro Nacht). Das ist also ein traditionelles japanisches Gasthaus mit Bambusmatten im Zimmer, man sitzt mehr oder weniger auf dem Boden, hängt rum im Kimono, bekommt traditionelles Frühstück und Abendessen und kann das heiße Bad des Hauses nutzen.
-> Das hat mir sehr gut gefallen! 🙂
Vor allem das Essen war klasse. Zum Frühstück gibt es Reis, Suppe und verschiedenes herzhaftes – das ist etwas ungewohnt, schmeckt aber (fast) alles. Abends meist Fisch, Fleisch, verschiedenste Gemüsen und auch wieder Reis und Suppe. Ich habe Bilder gemacht, vielleicht kann man die Leckerlichkeit dort erahnen… Die Benutzung des Onsen war auch super – ich hatte den Bereich jedes mal komplett für mich. Ebenfalls super nett: Die Gastgeber. Englisch und Deutsch war schwierig, aber dafür total freundlich und hilfsbereit (Fahrt zum Bahnhof mit dem Auto usw.).

Achja: Die Tochter, die ich nur kurz kennen gelernt hatte konnte etwas Deutsch und hat das eine Menü übersetzt. Highlights: „Pferd Stachel“, „Süßer Essig ausfelsigem Fisch“ und „Gekochte Sesamweide“ Mhm, lecker! Außerdem eine Spezialität dort: Yuba – Tofuhaut – Hört sich komisch an, war aber sehr lecker.

Achja, Teil II:
Am 26. habe ich einen Tagesausflug nach Nikko gemacht. Hat sich ebenfalls gelohnt! Hab alles richtig gemacht. 🙂 Hier gibt es Denkmäler, Schreine, Tempel und Mausoleum zu Ehren wichtiger Shogune aus der Edo-Zeit (die Zeit, in der Japan von mehr oder weniger Samurai regiert wurde). Shogune waren die Fürsten oder militärische Anführer. Und für Tokugewu und Iemitsu hat man es richtig krachen lassen und auch einen buddhistischen Tempel mit integriert. Viel mit Gold verziert und tausende Skulpturen. Ein Tor (nur das Tor!) wird Higurashi-no-mon genannt: in etwa „es wird einem nicht langweilig, auch wenn man es den ganzen Tag betrachtet“.

Außerdem kommen hier die berühmten drei Affen her: „Nichts sehen, Nichts hören, Nichts sagen“. Die sind eingeschnitzt in einen Pferdestall sollen eigentlich mit vielen anderen Abbildungen die Moral, die man als Mensch im Leben verfolgen soll, verdeutlichen.

Am 27. September bin ich dann mit der Regionalbahn (ich hatte Zeit genug und ja auch keinen Rail Pass mehr) zurück zu Björn nach Kawagoe gefahren. Ein schöner letzter Abend in Japan bei Björns Familie (Er und seine zweitälteste Tochter Akemi hatten Geburtstag)! Am 28. ging es dann früh um 6:30 Uhr direkt von Kawagoe mit dem Shuttle Bus zum Flughafen Narita und Richtung Malaysia. Zum Abschied mal wieder Regen…

Kleines Fazit: Unbedingt nach Japan wenn es Budget und Zeit erlauben! Wenn man vorher wenigstens ein paar Brocken Japanisch übt oder nicht allein reist, kann man durchaus versuchen abseits der Touristenrouten seinen Weg zu finden. Hiroshima, Kyoto, Nikko und Osaka waren meine Höhepunkte neben der netten Gastfamilie in Kawagoe. Ich könnte durchaus nochmal nach Japan!

Shirahama

Von Kyoto ging es am 19. September mit der Bahn über Osaka zu einem kleinen Küstenort Namens Shirahama.

Meine Idee war am Anfang einen Ort zu finden, an dem man vielleicht noch Wellenreiten könnte. Allerdings war das Wetter einfach nicht so danach.
Zusätzlich heißt Shirahama soviel wie „weißer Strand“ und den Namen gibt es mehrmals in Japan. Den Ort, den ich eigentlich als Surf-Ort gefunden hatte,
habe ich also glorreich um ca. 150 km verpasst. Naja, wie gesagt: auch in dem anderen Ort hätte man aufgrund nicht vorhandener Wellen kaum surfen können und dieser
hatte auch wirklich einen schönen weißen Strand…

Ich habe die Zeit damit verbracht, lange zu schlafen, faul am Strand zu liegen, mir die wenigen Sehenswürdigkeiten anzusehen und verschiedene heiße Quellen auszuprobieren.
Es gab entlang des Strandes verteilt mehrere öffentliche, kostenlose warme Fußbäder mit warmem Wasser direkt aus der Erde. Teilweise roch es auch etwas „mineralisch“ (vielleicht Schwefel? bin nicht sicher).
Ein Highlight war das Open Air Onsen – ein Felsbecken in dem das heiße Wasser aufgefangen wurde. Männer und Frauen durch einen hohen Holzzaun getrennt, konnte man dort vor sich hin köcheln und aufs Meer schauen. Das war klasse!
Ab und zu kam tatsächlich der Koch äh, Bademeister vorbei und hat umgerührt! Kein Spaß! Das ist Natur und manchmal kühlt die Luft das Wasser nicht genügend ab. Man sollte auch nicht im Wasser einschlafen, so ca. 40-45 Grad ist die Temperatur. Man durfte absolut keine Fotos machen, der Koch hat auch aufgepasst 🙁 Deshalb habe ich zur Erinnerung die Info-Seite geknipst (Mit den drei Japanern).
Die Unterkunft hieß hier „Buddha Guesthouse“ und war dementsprechend entspannt. Drei Nächte hatte ich ein Vierer-Zimmer für mich alleine inklusive kleinem Balkon mit Blick aufs Meer.

Kyoto

Weiterfahrt nach Kyoto. Wieder mit Shinkansen und dem Japan Rail Pass.

Da ich schon in Hiroshima in den Nachrichten gesehen hatte, dass ein Taifun genau über meine geplante Reiseroute ziehen würde, hatte ich für die ersten zwei Nächte in Kyoto ein Hotelzimmer gebucht. Es hat dann auch tatsächlich ziemlich geregnet am Samstag und am Sonntag Abend. Die Idee dahinter: Ich wusste ja nicht wie stark so ein Taifun ausfallen kann – Ich dachte, so habe ich etwas mehr Platz, wenn ich 2 Tage drinnen bleiben muss. Naja, so schlimm war es im nach hinein nicht. Es war zwar teuer, aber ich hatte auch mal meine Ruhe 🙂

Am letzten Tag Kyoto: Zum ersten mal Wabenhotel (oder Kapselhotel). Ein heftiger Kontrast zum Hotelzimmer vorher. War ganz witzig, aber muss man auch nicht oft machen. Es ist günstig, dort wo ich war (Kyoto Nine hours) sehr gut organisiert und sauber. Man muss allerdings jeden Tag um 10 Uhr aus checken. Auch wenn man mehrere Nächte bleibt kriegt man also eine neue Kapsel, d.h. man muss immer alles packen. Naja, es war mal eine Erfahrung. Ach so: Check-In. Man bekommt eine Code-Karte für einen Spind in den ordentlich was reinpasst (Mein Backpack-Rucksack und es war noch Platz). Dort liegt auch Handtuch und schicker Einheits-Schlafanzug. Man zieht sich um, geht ins Bad (Duschkabinen, Waschbecken, alles da…), dann in seine Kapsel – Rollo runter ziehen und schlafen. 🙂 Es war sehr leer und ruhig als ich Montag-Dienstag dort war. Ca. ein Drittel belegt im 25er Kapsel Raum. Für Frauen gibt es separate Etagen.

Die interessantesten Stellen die ich besucht habe: Nijo-jo Castle, Tenryuji Temple, Manga Museum, Kiyomizudera Temple, Fujimi Inari Shrine. Vor allem letzteres ist imposant: Da sind hunderte rote Torbögen im Abstand von 5 – 20 cm aufgebaut. Einen ganzen Berg hoch. Vor lauter Staunen vergisst man zu fragen, warum eigentlich… Dort wäre ich gerne länger geblieben, aber ich war diesen Tag mit dem Rad unterwegs (Wetter war wieder gut) und ich musste das Rad rechtzeitig zurück geben :-/
Eigentlich kann man sich in Kyoto auch locker 1 Woche aufhalten. Wenn man wenig Zeit hat, am besten nur wenige Stellen heraussuchen und dafür intensiv ansehen.

Irgendwie habe ich in Kyoto nicht so aufregende Sachen gegessen. Einmal weil einfach und schnell: Mo’s Burger – quasi „Japanischer Mc Donalds“. Das war nicht so gelungen, ich kanns nicht empfehlen. Dann lieber die amerikanischen Originale (die ich in Japan aber nicht probiert habe). Ansonsten hab ich mal Abends Müsli/Cornflakes selber gemacht und Kleinigkeiten tagsüber gegessen. Im Hotel war ja großes Frühstücksbuffet enthalten (auch japanisches Frühstück mit Fisch und co., das war ganz interessant – lieber ess ich aber süss morgens 😉 )

Morgen ergänze ich noch ein paar Fotos.
Edit sagt: Das mit „Morgen“ hat wohl nicht ganz geklappt! Hier sind Bilder: